Zur Darstellung unseres Kolumnisten Gerhard Beckmann [mehr…] und der Reaktion des Börsenvereins [mehr…] nimmt die Verlagsgruppe Random House wie folgt Stellung:
„1. Die Verlagsgruppe Random House zieht sich nicht vollständig aus dem
Deutschen Bücherpreis zurück, sondern reduziert wie Holtzbrinck ihre
finanzielle Beteiligung erheblich. Damit üben wir keinerlei Kritik an den
Veranstaltern, sondern setzen lediglich andere Schwerpunkte.
2. Wir hatten wie die anderen Sponsoren unser ursprüngliches Engagement auf
drei Jahre befristet, um den Deutschen Bücherpreis anzuschieben. Die Kosten
sollten im Laufe der Zeit auf möglichst viele Schultern verteilt werden,
damit der Bücherpreis zu einem Anliegen der gesamten Branche wird. Das ist
offenbar noch nicht gelungen, so dass die Leipziger Messe und der Freistaat
Sachsen einspringen mussten.
3. Es gibt in Deutschland zwei Bücherpreise, die miteinander konkurrieren,
beide aber bisher noch keine hinreichende nationale Aufmerksamkeit erlangen.
Wir haben uns aus verschiedenen Gründen entschlossen, uns vorläufig stärker
auf die CORINE zu konzentrieren. Auch hier ist weitere Aufbauarbeit zu
leisten.
4. Wir würden es begrüßen, wenn mittelfristig beide Bücherpreise vereint und
damit zu nationaler Bedeutung gebracht werden könnten. Diese Lösung soll von
möglichst vielen Branchenmitgliedern mitgetragen und mitfinanziert werden.
Ob das unter dem Dach des Börsenvereins geschehen soll und kann, hängt in
erster Linie von dessen Selbstverständnis und Strategie ab.
5. Wir erkennen ausdrücklich an, dass der Börsenverein gerade im letzten
Jahr sehr viel unternommen hat, um die Attraktivität des Deutschen
Bücherpreises zu steigern. Das Konzept hat einige unbestrittene Stärken und
ist daher unserer Meinung nach noch nicht gescheitert. Wir sind bereit,
weitere Branchengespräche zu diesem Thema zu führen, gerne auch auf
Einladung oder Vermittlung des Börsenvereins. Inhaltlicher Anspruch,
Kreativität des Konzepts, Marketing und Kommunikation und der Nutzen für den
Buchhandel sollten dabei im Mittelpunkt stehen. Das Ringen um
Sponsorengelder allein führt sicher nicht weiter.
6. Auch wir teilen nicht immer die Meinung, die Herr Beckmann in seiner
Kolumne vertritt, und haben gelegentlich harte Kritik einstecken müssen.
Aber wir schätzen grundsätzlich einen unabhängigen, engagierten und
meinungsstarken Journalismus innerhalb unserer Branche. Wir glauben, dass
insgesamt dadurch wichtige Denkanstöße gegeben werden.“






