
Es wird immer heller am internationalen Bücherhimmel, nur Deutschland schläft noch fest und tief. Am Sonntag ging in Chicago die 13. Cirobe zu Ende, Chicago International Remainder & Overstock Book Exposition. Die rund 1200 Fachbesucher aus aller Welt kauften bei den 150 Ausstellern ein wie noch nie. Die Aussteller erlebten einen wahren Kaufrausch ihrer Kunden. Viele der angebotenen 120.000 Titel, Reste, Übermengen, Sonderangebote und natürlich jede Menge Sonderausgaben aus allen Bereichen waren nach drei Tagen Messe vergriffen. Schätzungen gehen von einem Auftragsvolumen von über 50 Millionen Dollar aus.
Auffällig war die Abwesenheit der Europäer. Aus Deutschland war Fritz Bitzhenner aus Münster angereist, Frankreich, Italien, Spanien fehlten ganz. Dagegen waren Lateinamerika, Asien und sogar der arabische Raum stark vertreten, um sich bei den vorwiegend amerikanischen und englischen Ausstellern reichlich zu bedienen. Der einzige Aussteller aus dem nicht englischsprachigen Raum war wie seit vielen Jahren der Buchvertrieb O. Liesenberg aus Stuttgart.
Oft drängt sich das Gefühl auf, dass die Deutschen, Anbieter wie Einkäufer, eine große Chance verschlafen, einfach weil es zu unbequem ist oder man das Neue, Ungewohnte scheut.
Im Foto: Warten vor dem Eingang







