Ulla Berkéwicz scheint nicht viele Freunde im Feuilleton zu haben. Heute lesen wir Bitterböses von Adriano Sack in der „Welt am Sonntag“ unter dem Titel „Hymne der Woche“:
„Ist es Wahnsinn oder hat es Methode? Nachdem ihr Deutschlands führende Intellektuelle ein Misstrauensvotum ausgesprochen haben, kontert die neue Alleinherrscherin des Suhrkamp-Verlages im „FAZ“-Interview mit ihrem „Zitat des Tages“ aus dem Internet: „… wer überlegt, kann verbessern“.
Wer bei Konfuzius Rat sucht, kann auf unseren verzichten, werden sich Hans Magnus Enzensberger, Jürgen Habermas, Alexander Kluge, Adolf Muschg und Wolf Singer gedacht haben, die mit einer eisigen Erklärung den Stiftungsrat der „Siegfried und Ulla Unseld“-Familienstiftung (Mehrheitsgesellschafterin des Verlages) verlassen haben.
„Ich als Vorsitzende werde zu gegebener Zeit neue Mitglieder berufen“, erklärt sie, und das klingt nicht umsonst wie Angela Merkel auf dem CDU-Parteitag.
Die Welt gehört nun der Machtpolitikerin Ulla Unseld-Berkéwicz. Bleibt abzuwarten, ob diese Welt Schaden an ihrer Seele genommen hat.“