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Der Montagswitz (diesmal mit Bonus Track für EDV-Freaks…. )

Jeden Montag hier ein Witz (oder Begebenheiten aus dem Sortimenter-Alltag) zum Wochenanfang. Ihre Beiträge sind erwünscht per redaktion@buchmarkt.de oder per Fax an 02150 919191. Diesmal ein (Buchhändler)-Witz aus Österreich, eingesandt von Ulla Schwaighofer:

Drei unterhalten sich darüber, was sie mit ihrem Weihnachtsgeld
machen werden.

Der Erste sagt: Ich arbeite bei der Bank, vom Weihnachtsgeld kaufe ich mir ein Auto und fahre von dem Rest in den Urlaub !

Der Zweite sagt: Ich arbeite im Öffentlichen Dienst, vom Weihnachtsgeld lasse ich unser Schwimmbad ausbauen und mache mit dem Rest eine Weltreise!

Der Dritte sagt: Ich arbeite im Buchhandel, und kaufe mir von meinem Weihnachtsgeld einen Pullover!

……. die anderen fragen darauf hin: „und der Rest?“

Der Dritte sagt: „Den Rest geben mir meine Eltern dazu!!!“

Und als Bonus ein EDV-Witz….

Ehefrau 1.0: Monolitische Applikation mit Killerinstinkt

Letztes Jahr hat ein Freund ein Upgrade von Freundin 3.0 auf Ehefrau 1.0 gemacht. Seine Erfahrungen dabei waren haarsträubend: Diese Applikation verbraucht extrem viel Arbeitsspeicher und lässt fast keine Systemressourcen übrig. Bei genauerem Prüfen fand er dann heraus, dass diese Applikation zusätzliche „Child“-Prozesse aufruft.

Das hat natürlich zur Folge, dass die sowieso schon knappen Ressourcen noch mehr beansprucht werden. Außerdem ist die Applikation sehr betriebssystemnah programmiert. Sie klinkt sich gleich beim Booten in die Kommandostruktur ein und kontrolliert somit sämtliche Ressourcen. Das geht soweit, das andere Applikationen bei ihr nachfragen müssen und dann ggf. einfach keine Ressourcen zugewiesen bekommen. Somit sind einige Applikationen nach der Installation von Ehefrau 1.0 überhaupt nicht mehr lauffähig. Dazu gehören z. B. Skatabend 7.1, Extrem-Besaufen 3.4 und Kneipentour 5.0. Zu allem Überfluss scheint das System von Tag zu Tag mehr unter diesen Umständen zu leiden. Es sieht so aus, als würde Ehefrau 1.0 sich wie ein Virus im System verbreiten. Dabei werden Protokolle über alle Aktionen anderer Prozesse angefertigt.

Andere, mit der Applikation vertraute Anwender hatten ihn vorher gewarnt, doch da keines dieser Phänomene in der Produktbeschreibung oder Anleitung erwähnt wurde, hatte er dies wohl einfach ignoriert. Ein weiterer Minuspunkt für diese Applikation ist, dass sie bei der Installation keinerlei Optionen bietet. So kann man nicht entscheiden, ob Zusatzprodukte wie Schwiegermutter 1.0 oder Schwager 1.2 mit installiert werden.

Einige wichtige Features hat man sogar einfach vergessen in die Applikation einzubauen. Da wäre z. B. ein Uninstaller, ein „Erinnere mich nie wieder“-Button, ein Minimize-Button oder die Unterstützung von Multitasking, so dass gleichzeitig noch andere Programme eine Chance haben, mit dem System zu kommunizieren.

Persönlich denke ich, ich werde bei Freundin 5.0 bleiben, obwohl das auch nicht ganz unkompliziert ist. So war es zum Beispiel bei keiner Version möglich, sie über den Vorgänger einfach so zu installieren. Nein, vorher musste eine saubere Deinstallation durchgeführt werden, um sicher zu stellen, dass keine Interrupts oder I/Q-Ports mehr blockiert werden.

Sollte man dies vergessen, so kann es passieren, dass die frisch installierte Applikation einfach so abstürzt. Meistens bleibt einem dann nichts anderes übrig, als sich eine neue Kopie zu besorgen. Auf mitgelieferte Uninstall-Routinen sollte man sich jedoch keines Falls verlassen. Es bleiben fast grundsätzlich irgendwelche Reste im System zurück. Ein weiteres Problem, was die meisten Versionen von Freundin haben, ist die lästige Aufforderung, sich doch ein Upgrade auf Ehefrau 1.0 zu besorgen. Diese erscheint, wie bei allen Shareware-Programmen, in regelmäßigen Abständen, aber meist dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann.

FEHLER WARNUNG!

Ehefrau 1.0 hat einen undokumentierten Bug: Wenn Sie versuchen, Geliebte 1.1 zu installieren, bevor Ehefrau 1.0 deinstalliert ist, wird Ehefrau 1.0 alle MSMoney-Dateien löschen, bevor sie sich selbst deinstalliert. Danach wird sich aber Geliebte 1.1 wegen fehlender System-Ressourcen nicht mehr installieren lassen.

WORK-AROUND

Um den oben erwähnten Bug zu umgehen, installieren Sie Geliebte 1.1 auf einem anderen System und stellen sicher, niemals einen Datentransfer – wie zum Beispiel LapLink 6.0 – laufen zu lassen. Seien Sie sich auch bewusst, dass gewisse Shareware-Applikationen einen Virus enthalten könnten, der Ehefrau 1.0 infiziert.

Erste Reaktion von Volker Thurner (Lehmann Berlin):
Ein Kenner der Materie mailt aber gerade: „Das hier ist wohl eher die Version 0.09.

Abgesehen vom „das“ und „dass“ Problem: „I/Q-Port“ trifft den Nagel auf den Kopf. Der I/O aus dem IQ scheint offensichtlich suboptimal organisiert gewesen zu sein ;-). Die im Witz benutzte Metapher „I/Q-Port“ gibt es nicht und muss heissen
„I/O-Port“. Was soviel ist wie die Ein-Ausgabeschnittstelle. Und von da ist es bis zum IQ nicht weit.

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