Daratuf weist der tägliche Langendorf Dienst http://www.langendorfs-dienst.de hin: Erstmals weist auch der Branchenmonitor Buch des Börsenvereins ein Minuszeichen vor der Umsatzentwicklung aus, und zwar gleich ein ganz dickes: Unter den im Monitor erfassten Vertriebswegen – Sortiment, Warenhaus, E-Commerce – hat sich das Sortiment diesmal sogar besser geschlagen als die anderen. Die erstmals gesondert ausgewiesene Entwicklung des Sortiments-Umsatzes lag nur um 3,6% unter Vorjahr.
Trotz des schwachen April liegen die kumulierten Monitor-Zahlen für die ersten vier Monate immer noch im Plus: Für das Gesamtpanel +1,9%, für den Sortimentsbuchhandel +0,7%. Vor allem im Januar und Februar hatte der Monitor recht hohe Zahlen ausgeworfen.
Die Differenz zu den Zahlen des LD-Umsatztests verringert sich aber von Monat zu Monat. Langendorfs Dienst hatte für den April -2,3% und für die ersten vier Monate -1,3% ausgewiesen.
In der Nähe der LD-Zahlen liegt die Umsatzentwicklung, die das Institut für Handelsforschung an der Universität Köln für April gemessen hat. Der Kölner Betriebsvergleich sieht für April minus 1% und für die ersten vier Monaten ebenfalls minus 1%.
Als einzige Mess-Instanz hat buchreport im April ein Plus gesehen, wenn auch nur von 1,7%. In den ersten vier Monaten dieses Jahres ist der Buchhandelsumsatz laut buchreport-Auswertung um 2,5% gestiegen.
Bei der Bewertung der Zahlen und ihrer Differenzen sind die unterschiedlichen Ansätze zu beachten:
Der LD-Umsatztest erfasst allein den Vertriebsweg Sortimentsbuchhandel. Den aber einschließlich aller Größen sowie mit Bar- und Rechnungsumsatz. Dies ist also die Benchmark für das stationäre Sortiment
Der Börsenvereins-Monitor hat das Ziel, die Entwicklung des Buchmarkts über alle Vertriebswege zu erfassen, also die Umsätze aus der Verlags-Perspektive. Die neuerdings gesondert ausgewiesene Entwicklung des Sortiments-Umsatzes enthält vorläufig keinen Rechnungsumsatz
Im IfH-Panel sind kleinere Buchhandlungen überproportional vertreten, denn der eigentliche Zweck dieser Erhebung ist es, den Teilnehmern einen Betriebsvergleich anzubieten; der Ausweis der durchschnittlichen Branchenentwicklung ist davon nur ein Nebenprodukt.