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Solothurner Literaturpreis 2004 für Barbara Honigmann

Die Schriftstellerin und Malerin Barbara Honigmann erhält den mit 20 000 Franken dotierten Solothurner Literaturpreis 2004. Die öffentliche Preisverleihung findet am Montag, 28. Juni 2004 im Solothurner Landhaus statt.

In der Begründung der Jury heißt es: „Es wird ein Werk ausgezeichnet, in dem europäische Geschichte in intimen persönlichen Spiegelungen sichtbar wird. Die Konzentration auf familiäre Erfahrungen bedeuten bei Barbara Honigmann nicht Abwendung von, sondern Hinwendung zur Welt. Als manchmal „eher erschrockene Nachgeborene“, wie es in Damals, dann und danach (1999) heißt, blickt sie auf die eigene Familiengeschichte zurück, aus der sie sich 1984 zu befreien versucht hat mit dem Weggang aus der ’sozialisitischen‘ DDR ins französische Strasbourg und mit der Hinwendung zum gelebten Judentum. Gedächtnis und Identität, das sind die Pole, zwischen denen sich Barbara Honigmanns Werk aufspannt, eine äußerst feinnervige Sprache ist das Mittel, mit dem sie sich poetisch selbst behauptet.“

Barbara Honigmann wurde 1949 in Ost-Berlin geboren und lebt seit 20 Jahren mit ihrer Familie in Strasbourg. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kleist-Preis (2000), dem Jeanette-Schocken-Preis (2001) und zuletzt mit dem Koret Jewish Book Award 2004. Seit 1999 erscheinen die Werke von Barbara Honigmann bei Hanser, zuletzt die Romane Damals, dann und danach (1999) und Alles, alles Liebe (2000). Bekannt wurde Barbara Honigmann mit Eine Liebe aus Nichts, die Erinnerung an ihren Vater, mit der sie die Geschichte ihrer jüdischen Familie zu erzählen begann. Im Herbst 2004 erscheint als Fortschreibung dieser persönlichen Geschichte Ein Kapitel aus meinem Leben, die Erinnerungen an die Mutter.

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