Das hätte sich der deutsche Emigrant Carl Laemmle, der 1906 sein erstes „Nickelodon Theater“ in Amerika eröffnete, 1909 die „Independent Moving Picture Company of America“ und 1912 die „Universal Film Manufactturing Company“ gründete, wohl auch nie träumen lassen – damit den Grundstein für eines der grössten amerikansichen Medienunternehmen gelegt zu haben.
Genau dies ist nun durch die Fusion der Konzerne NBC und Vivendi Universal zur neuen NBC Universal http://www.nbcuni.com geschehen. Erst im Jahr 2000 hatte sich Vivendi zusammen mit Canal plus die Universal Studios Inc. unter den Nagel gerissen, eines der grössten Majorstudio Amerikas, die Filme wie „Dracula“ „E.T“, „The Deer Hunter“ oder „Out of Africa“ in ihrer langen Historie produziert haben.
NBC dagegen, schon immer auf Fernsehen spezialisiert, bescherten uns seit 1926 Serien wie „Bonanza“ (die erste farbige Western-TV-Serie der Welt), „Miami Vice“, „Shogun“, Johnny Carson’s „Tonight Show“ und die „Cosby Show“. Der neue Medienkonzern „NBC Universal“, nun zu 80% in den Händen von General Electric und zu 20% in Händen der Franzosen (Vivendi), soll im nächsten Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden US-Dollar erbringen.
Mit den TV-Kanälen NBC, CNBC, Telemundo, USA Network, Bravo, Trio, dem Sci-Fi-Channel und MSNBC (zusammen mit Mircosoft) ist „NBC Universal“ nun das grösste amerikanische Fernseh-Netz. Dazu kommen die Film- und Fernsehstudios, 5 Themenparks, das Kabelunternehmen NBC Universal Cable, ein eigener NBC Store in New York und natürlich jede Menge kleinerer (oder grösser) Beteiligungen an weiteren Medienfirmen. Offen bleibt wohl im Moment die Frage, was aus der nicht unbedeutenden und äusserst umsatzstarken Video-, PC-, Konsolen- und Online- Spieleabteilung, den „Vivendi Universal Games“ http://www.vugames.com, wird.
VU Games hat u.a. die Rechte zur weltweiten Spieleentwicklung und Vermarktung aller 3 Teile des „Herrn der Ringe“ für PC-, Video- und Online- Spiele.
STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de







