Die grösste und beliebteste Suchmaschine des Webs Google ttp://www.google.com klingelt in fröhlicher Ausgelassenheit für seinen bevorstehenden Börsengang. 2,7 Milliarden Aktien sollen angeboten werden, keiner weiss so ganz genau wann, aber dass sie mit Sicherheit nicht für einen (1) Cent zu haben sein werden, ist heute schon klar.
Sollte der Aktienwert bei ca. 20 US-Dollar liegen, ist Google damit mehr wert als Daimler Chrysler. Nach den ersten Bedenken und Streitereien um Gmail http://gmail.com, den Web-E-Mail-Dienst, den Google mit Anzeigen, die sich auf den Text der jeweiligen E-Mail beziehen versetzen will, ist in den USA ein wahrer run auf einen Gmail-Account ausgebrochen: http://www.gmailswap.com.
Gestern reagierte Google dann auch auf die Ankündigung Mircosofts http://www.microsoft.com, mit ihrem nächsten Windows-Paket eine eigene Web-Suchmaschine mit aus zu liefern. Wir erinnern uns daran, was Mircosofts Browser, der Internet-Explorer, mit dem Browser Netscape http://www.netscape.com angerichtet hat. Google seinerseits hat nun eine Suchmaschine für den eigenen Rechner mit Namen Puffin angekündigt. Damit soll es möglich sein, auf dem eigenen Computer nach und in Dateien und Dokumenten zu suchen. Apple-Nutzer http://www.apple.de haben dafür seit langem ihren Sherlock, der allerdings nur auf der Oberfläche, also nach Datei- oder Bildnamen sucht. Sollte Puffin auch in Dokumenten und Texten suchen können, hiesse dies, alle vorhandenen Dateien eines Rechners müssten von Puffin (sprich Google) vorher indiziert werden- womit wir auf der Ebene des Computer-Betriebssystems wären.
Im Moment sitzt dort, bei 90% der Computernutzer der Welt, nur einer, und der heisst Bill Gates mit seinem Windows-Betriebssystem. Somit lässt sich in etwa ermessen, wie tief dieser Schlag Mircosoft treffen würde. Von den Folgen für einen Nutzer der Google-Suchmaschine, wenn Puffin vorher seinen gesamten Rechner indiziert hat, mal ganz zu schweigen. Vielleicht übernimmt als nächstes Google einfach unseren gesamten Rechner ins Netz und wir alle googlen nur noch, statt zu surfen oder zu weben … STEFAN BECHT stefan@stefanbecht.de