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Süddeutsche Zeitung positioniert sich neu

Die Gesellschafter des Süddeutschen Verlages haben gemäß eines gemeinsamen Vorschlags der Geschäftsführung und der Chefredaktion eine neue Ausrichtung der Süddeutschen Zeitung (SZ) beschlossen. Hintergrund sind Veränderungen im Werbemarkt, im Leserverhalten und damit eine stärkere Fokussierung auf die für die SZ wichtigen Zielgruppen und Verbreitungsgebiete. Die SZ soll zum einen im nationalen Markt weiter wachsen und zum anderen ihre Position im Ballungsraum München stärken.

Im Hauptblatt wird die Unternehmensberichterstattung innerhalb des Wirtschaftsteils ausgebaut. Weitere behutsame strukturelle, inhaltliche und gestalterische Verbesserungen der ersten vier Bücher sind geplant und sollen sukzessive umgesetzt werden. Zudem wird die Einführung einer neuen täglichen Beilage geprüft. Ein bereits vorliegendes Konzept wird in den nächsten Monaten weiterentwickelt sowie am Anzeigen- und Lesermarkt getestet.

In und um München wird sich die SZ künftig auf den für ihren Anzeigen- und Lesermarkt maßgeblichen Wirtschaftsraum mit seinem Großstadtpublikum und den großstadt-affinen Berufs-, Einkaufs- und Freizeitpendlern im Umland konzentrieren. Neben dem Stadtgebiet besteht der Wirtschaftsraum München aus dem „Speckgürtel“ mit den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck, Starnberg, Ebersberg, Teilen der Landkreise Freising und Erding sowie dem Landkreis München. In diesem Gebiet ist die Süddeutsche Zeitung mit einer verkauften Auflage von über 205.000 Exemplaren (Verbreitungsanalyse IVW 2002) mit großem Abstand Marktführer vor dem Münchner Merkur (gut 105.000 Exemplare) und erzielt eine dementsprechend hohe Haushaltsabdeckung.

Für die derzeit 12 Landkreisausgaben der SZ in der Region um München bedeutet die neue Strategie zum einen, dass das Engagement im Speckgürtel verstärkt wird. So wird etwa für das Gebiet Würmtal wieder ein eigener Lokalteil entstehen. Landkreise wie Weilheim, Wolfratshausen, Bad Tölz und Holzkirchen werden im Gegenzug spätestens Anfang 2005 nicht mehr mit einem eigenen Lokalteil, sondern ausschließlich mit der SZ-Bayern- und München-Ausgabe beliefert.

Hans Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung: „Die SZ ist eine Großstadt- und Ballungsraumzeitung. Dieses Profil wird mit der neuen Ausrichtung jetzt noch geschärft.“

Klaus Josef Lutz, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlages und der Süddeutschen Zeitung: „Die SZ konzentriert sich jetzt noch mehr als bisher auf den nationalen Markt und den Wirtschaftsraum München. Hier finden wir sowohl die für die SZ und ihre Anzeigenkunden richtigen Zielgruppen als auch die weitaus meisten Leser. In beiden Segmenten sind wir jetzt schon mit großem Abstand Marktführer, und diese Position kann mit der neuen Strategie weiter und zügig ausgebaut werden. Die Veränderungen werden zudem von der Auflagenstatistik gestützt: Die SZ ist in den letzten zehn Jahren mit einem Plus von über 40.000 Exemplaren stark gewachsen – vor allem überregional und bei Entscheidern, Konsumfreudigen und Meinungsbildnern.“

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