Der RAVENSBURGER SPIELEVERLAG hat angekündigt, dass ab dem 1.7.04 unaufgefordert eingesandteSpielvorschläge nicht mehr im Hause bearbeitet werden. Für diesen Teilbereich wird ein freiberuflicher Dienstleister (Agentur PRO SPIEL) beauftragt. Für jeden unaufgefordert eingesandten Spielvorschlag werden in Zukunft mindestens 65 € Bearbeitungsgebühr fällig.
Dazu bezieht die Spieleautorenzunft SAZ Position:
Die SAZ als Vereinigung der Spieleautoren kann nachvollziehen, dass die Sichtung der unaufgefordert eingesandten Spielvorschläge im Hause RAVENSBURGER viele Ressourcen bindet. Die SAZ erkennt auch an, dass die veranschlagten 65 € nur einen Teil der tatsächlich entstehenden Kosten decken und die Agenturtätigkeit von PRO SPIEL durch RAVENSBURGER bezuschusst wird.
Wir begrüßen, dass die Firma RAVENSBURGER mit diesem veränderten Modus dafür sorgen will, dass auch die Autorinnen und Autoren abgelehnter Spielvorschläge konstruktive Kritik erhalten, und RAVENSBURGER diese dadurch befähigen will, ihre abgelehnten Spiele zu verbessern. Wir erkennen an, dass RAVENSBURGER sich auf diesem Weg bemühen will, die Professionalisierung unserer Berufsgruppe zu unterstützen.
Wir wünschen uns, dass der RAVENSBURGER SPIELEVERLAG nach dem ersten Jahr eine Evaluation des neuen Verfahrens durchführt und die Ergebnisse selbst öffentlich macht oder sie der SAZ zur Veröffentlichung zur Verfügung stellt. Die SAZ wird ihrerseits Rückmeldungen ihrer Mitglieder abfragen und so prüfen, ob PRO SPIEL im Auftrag von RAVENSBURGER die angekündigte umfassende konstruktive Kritik übt und somit die mit der Gebührenerhebung verbundenen Versprechen eingehalten werden.
Wir wünschen uns weiterhin, dass der RAVENSBURGER SPIELEVERLAG auf den wichtigen Veranstaltungen (z.B. Messe in Essen, Autorentreffen in Göttingen) nach wie vor auch für junge Autorinnen und Autoren präsent sein und sich offen und interessiert zeigen wird.
Andrea Meyer, 2. Vorsitzende der SAZ
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