Den Spaß am Lesen fördern und Medienkompetenz einüben – das will die neue Grundschulkampagne „Die Zeitung – Neuigkeiten zum Anfassen“ der Stiftung Lesen und der Journalistenschule Ruhr, unterstützt von der Stiftung Presse-Haus NRZ. Alle 17.000 Grundschulen Deutschlands sind zur Teilnahme an diesem Gemeinschaftsprojekt eingeladen worden. Das Prinzip: Schüler erhalten über einen längeren Zeitraum ihr persönliches Exemplar ihrer regionalen Tageszeitung und werden damit spielerisch an das Medium herangeführt.
Den Lehrkräften wird empfohlen, sich hierfür mit ihrer lokalen beziehungsweise regionalen Tageszeitung in Verbindung zu setzen und um die kostenlose Belieferung ihrer Klasse für mindestens 14 Tage zu bitten. Denn ein im vergangenen Jahr durchgeführter Praxistest hat gezeigt: Besonders wichtig ist, dass jedes Kind ein eigenes Zeitungsexemplar erhält. Didaktische Tipps zur Verwendung von Tageszeitungen im Unterricht liefert eine 32-seitige Arbeitshilfe für Lehrer.
„Eine vielfältige Zeitungslandschaft kann nur erhalten werden, wenn Zeitungsleser nachwachsen“, so Heinrich Meyer, Geschäftsführer der Stiftung Presse-Haus NRZ. Das Projekt der Stiftung Lesen und der Journalistenschule Ruhr zur Einbeziehung von Zeitungen in den Grundschulunterricht sei daher eine willkommene Initiative, „um den Spaß am Lesen zu fördern und Medienkompetenz einzuüben.“
In Reaktion auf die in der PISA- und IGLU-Studie nachgewiesenen unzulänglichen Leseleistungen deutscher Schülerinnen und Schüler ist die Notwendigkeit einer möglichst früh einsetzenden Lese- (und Sprach-)förderung im öffentlichen Bewusstsein gewachsen. Entsprechend rückt die Grundschule mehr als bisher in den Mittelpunkt bildungspolitischer Diskussionen. Das Projekt „Die Zeitung – Neuigkeiten zum Anfassen“ will daran mitwirken, dass den Kindern Lesefreude vermittelt wird, dass Leseinteressenten und Lesebereitschaft bei ihnen aufgebaut, gefördert und gesichert werden und dass Lesegewohnheiten sich stabilisieren.







