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Clemens Brentano Preis 2004 geht heute an Raphael Urweider

„Und es gibt ihn doch!“ – so heißt es heute in Heidelberg. Gemeint ist der Clemens Brentano Preis, dessen diesjährige Vergabe nicht stattfinden sollte. Jedenfalls wenn es nach dem Willen des Gemeinderats der Studenten- und Touristenstadt am Neckar gegangen wäre. Wegen „angespannter Haushaltslage“ hatten die Kommunalpolitiker den mit 10.000 Euro dotierten Preis einfach ausgesetzt. Nach heftigem Widerstand und reichlich „bösem Blut“ (u.a. trat der diesjährige Büchner-Preisträger Wilhelm Genazino aus der siebenköpfigen Jury aus) fand sich mit den Heidelberger Verkehrs- und Versorgungsbetrieben dann glücklicherweise ein Sponsor – und mit dem Lyriker Raphael Urweider ein würdiger Preisträger.

Der 1974 in Bern geborene Urweider erhält den Clemens Brentano Preis 2004 für seinen Gedichtband Das Gegenteil von Fleisch (DuMont Verlag, Köln, 2003). Die Jury würdigt in ihrer Begründung die „Musikalität und analytische Präzision“ seiner Sprache. Die Laudatio auf Urweider, der sich zugleich als Lyriker wie auch als Musiker versteht, hält heute die Kritikerin Sybille Cramer.

Harald Kiesel
harald-kiesel@web.de

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