Die seit über 44 Jahren in Pakistan und Afghanistan tätige deutsche Lepra-Ärztin und katholische Nonne Dr. Ruth Pfau erhält dieses Jahr die Goldmedaille des Albert-Schweitzer-Preises 2004. Die von der Johann-Wolfgang-von-Goethe-Stiftung zu Basel für das Lebenswerk von Ruth Pfau verliehene Auszeichnung wird am 5. September im elsässischen Schloss Klingenthal überreicht.
Der 1929 in Leipzig geborenen Ärztin, die als katholische Nonne in einem muslimischen Land im Rang einer Staatssekretärin für das Gesundheitswesen tätig war und der für ihre Verdienste u.a. die Pakistanische Staatsbürgerschaft verliehen wurde, ist es gelungen, in Pakistan die Krankheit Lepra weitgehend auszurotten. Sie hat sich zudem im christlich-islamischen Dialog und in Menschenrechtsfragen engagiert.
Ihre Autobiographie Das Herz hat seine Gründe. Mein Leben ist Ende 2003 im Freiburger Verlag Herder erschienen. Am 9. September feiert Ruth Pfau ihren 75. Geburtstag. Zu diesem Anlass veröffentlicht Herder die Reportage Ruth Pfau – Mit den Augen der Liebe, in der der Autor Bengt Pflughaupt über seine Erfahrungen und Erlebnisse während 40 Tagen, in denen er Ruth Pfau bei ihrer Arbeit begleitet hat, berichtet.