Im Zürcher Oberland wird auf private Initiative hin ein Übersetzerhaus geschaffen. Es will einen Beitrag zur Förderung der Literatur und ihrer Vermittlung über die Sprachgrenzen hinweg leisten. Das Übersetzerhaus Looren in Wernetshausen am Bachtel (Gemeinde Hinwil) werde im Herbst 2005 seinen regulären Betrieb aufnehmen, hiess es am Dienstag an einer Medienorientierung. Es sei eine für die Schweiz neuartige Einrichtung. Vorbilder sind ähnliche Institutionen in Deutschland (Straelen) und in Schweden (Visby).
Das Übersetzerhaus wird professionellen Übersetzerinnen und Übersetzer aus der Schweiz und dem Ausland Gelegenheit zu Arbeitsaufenthalten und zum fachlichen Austausch bieten. Geführt wird es vom Verein „Übersetzerhaus Looren“ und einer Betriebsleiterin oder einem Betriebsleiter.
Das Gebäude des ehemaligen Albert Züst Verlags wird bis im nächsten Herbst für die neue Nutzung umgebaut. Geplant sind acht Einzel- und zwei Doppelzimmer mit Arbeitsplätzen, Gemeinschaftsräumen und einer Fachbibliothek. Für ein interessiertes Publikum werden auch Vorträge, Seminarien, Kolloquien und Lesungen organisiert. Finanziert wird das Übersetzerhaus vorläufig aus privaten Mitteln. Der Betreiber-Verein hofft auf eine Mitbeteiligung der öffentlichen Hand, von Stiftungen oder anderen Privaten.







