Home > ARCHIV > Lifestyle-Belletristik für christliche US-Leser auf dem Vormarsch

Lifestyle-Belletristik für christliche US-Leser auf dem Vormarsch

US-Verleger haben als neue Zielgruppe junge Menschen entdeckt, die vornehmlich christliche und romantische Bücher bevorzugen. Das meldet die New York Times http://www.nytimes.com:

Die Verlagsindustrie widmet diesen potenziellen Kunden immer mehr Beachtung, denn nach Schätzungen der Christian Booksellers Association http://www.cbaonline.org haben die jährlichen Verkäufe christlicher Romane die zwei Mrd.- Dollar-Marke erreicht und der Marktanteil hat sich seit 2001 in jedem Jahr um 25 Prozent erhöht.

Ein Sprecher der Evangelical Christian Publisher Association nennt Frauen der Twenty- und Thirty-Something-Generation als Zielgruppe, die bis dato unterrepräsentiert gewesen sind. Der größte US-Verleger von romantischer Literatur Harlequin prophezeit einen expandierenden Markt, der sich zum Großteil aus unverheirateten, christlichen Frauen zusammensetzt.

Einer aktuellen Studie zufolge ist die christliche Glaubensgemeinschaft die einzige Gruppe in den USA, die derzeit mehr liest als noch in vergangenen Jahren. Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, starten Verlage aller Art nun Produktlinien, die sie selbst „Christian chick lit“ nennen. In diesen Romanen stehen meist Charaktere im Mittelpunkt, die sich auf die Suche „nach dem richtigen Mann, der richtigen Schokolade, den richtigen Freunden und auch nach der richtigen Beziehung zu Gott machen“, so die New York Times. Ein Veteran der christlichen Literatur-Szene erkennt den Unterschied zu Werken dieser Art aus früheren Tagen. Alles würde sich jetzt um das Single-Dasein drehen und um den Lebensweg von jungen Frauen. Ein zusätzliches Thema seien das Älterwerden und das Fehlen eines Mannes im Leben der Frauen. Die Verleger christlicher Literatur schränken sich im Marketing auch nicht ein und beharren auf der Attraktivität der Produkte auch für nicht-christliche Leser. Das komme auch daher, dass die Cover-Gestaltung der neuen Linie oftmals auch zu gewagt für den ausschließlichen Vertrieb in einem religiösen Umfeld sei. Einige Kunden in religiösen Buchläden seien bereits „geschockt“ gewesen und äußerten ihren Unmut, so eine Verlegerin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert