Die im SCHWEIZER BUCHRAT zusammengeschlossen Buchverbände der Schweiz, der Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband SBVV, l’Association suisse des Diffuseurs, Editeurs et Libraires ASDEL, la Società Editori della Svizzera Italiana SESI und l’Associazione Librai della Svizzera Italiana ASLI haben anlässlich ihrer jüngsten Zusammenkunft beschlossen, mit vereinten Kräften für eine gesetzliche Preisbindung in der Schweiz einzustehen.
In einer Mitteilung heißt es dazu:
In sämtlichen Nachbarstaaten der Schweiz und in einer Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten wird der besondere Charakter von Büchern als Wirtschafts- und Kulturgut anerkannt und aus diesem Grunde ihr Vertrieb einer gesetzlichen Preisbindung unterstellt. In der Schweiz wird die bestehende vertragliche Buchpreisbindung für deutschsprachige Verlagserzeugnisse von der Wettbewerbskommission attackiert.
Hat die Wettbewerbskommission Erfolg, besteht die Gefahr einer wirtschaftlich bedenklichen Konzentration beim Buchhandel und einer aus der Sicht der Konsumenten und der Kultur dramatischen Ausdünnung des Sortiments, was letztlich auch Rückwirkungen auf die Autorinnen/ Autoren und das Verlagswesen in der Schweiz hat. Die Auswirkungen lassen sich anhand der Situation in der Westschweiz illustrieren, wo keine Preisbindung für französischsprachige Verlagserzeugnisse besteht. Seit 2001 mussten insgesamt 34 Buchhandlungen geschlossen werden. Dies hat gravierende Auswirkungen auf die Schweizer Verlagsproduktion, welche auf immer weniger Vertriebs- und Absatzmöglichkeiten zurückgreifen kann. Eine wirtschaftlich erfolgreiche Vermarktung von Büchern ist jedoch darauf angewiesen, dass ein dichtes Netz an Verkaufsstellen besteht, in welchen der Konsument das Produkt Buch unmittelbar erfahren kann.
Mit einer gesetzlichen Regelung, welche die uneingeschränkte Unterstützung bei den Buchorganisationen der Schweiz verdient, kann eine effiziente Vermarktung eines breiten Buchsortiments in allen Sprachregionen langfristig gesichert werden.







