Random House prüft offensichtlich Möglichkeiten, englischsprachige Bücher künftig auch im Direktvertrieb über das Internet zu verkaufen. So äußert sich dem Vernehmen nach jedenfalls der Vorstandsvorsitzende Peter Olson heute in einem Brief an die Mitarbeiter. Man sehe das als Ergänzung zu bisherigen Handelskanälen wie dem stationären Buchhandel, wird Olson in dem Brief zitiert.
Random House hat, so Olson 2004 ein gutes Geschäftsjahr gehabt und sollte das Vorjahresniveau wieder erreichen. Im vergangenen Jahr wurde ein operativer Gewinn (EBITA) von 147 Millionen Euro erzielt.
Man werde voraussichtlich „irgendwann“ in den Online-Buchhandel einzusteigen, sagte Konzernsprecher Stuart Applebaum. Es sei das erste Mal, dass solche Überlegungen öffentlich gemacht würden. Es gebe noch keinen Zeitpunkt und sei auch noch nicht absolut sicher, dass die Absicht tatsächlich in die Realität umgesetzt werde.
In Deutschland hält Bertelsmann nach dem Verkauf von BOL bereits eine Beteiligung an buch.de. Über die Clubs seiner Sparte Direct Group ist der Gütersloher Konzern ebenfalls im Endkundengeschäft mit Büchern aktiv.