„Was verstehen wir unter Standards?“ – zu diesem Thema traf sich die Berliner Werkstatt Herstellung Ende Januar zum ersten Mal:
35 Teilnehmer aus den Bereichen Geschäfts- oder Herstellungsleitung in Verlagen und Hochschule, Beratung sowie Dienstleistung kamen auf Initiative des Softwarehauses Klopotek & Partner GmbH zusammen.
Standardisierung bei Verlagsprodukten (Papiersorten, Formate, HC oder TB) und beim Workflow wurden als Maßnahme zu mehr Effektivität und Kostenersparnis gesehen. Gleichzeitig wurde aber betont, dass Verlage Raum für ihr eigenes Gesicht und marktorientierte Gestaltung benötigen.
Im Mittelpunkt der Diskussion standen die Möglichkeiten einer Software, sowohl die Routineprozesse standardisiert zu unterstützen als auch Verlagen den Freiraum zu bieten, sich mit ihren differenzierten Publikationen unterschiedlich darzustellen. Wie viel Individualität sich ein Verlag heute noch leisten kann und muss oder ob die eigenen Prozesse auf dem Prüfstand stehen, wird sicher weiterhin zentrales Thema sein.
Eine ausgereifte Standardsoftware für den Herstellungsbereich wurde von Softwareherstellern in dieser Form bisher nicht angeboten; die meisten Verlage setzen noch immer auf individuelle Lösungen mit unterschiedlichen am Markt vorhandenen Tools. Die Initiative von Klopotek, nun Beteiligte aus Verlagen, Hochschulen und dem Dienstleistungsbereich zusammenzubringen, wurde daher von allen Teilnehmern begrüßt und überwiegend mit der Zusage beantwortet, sich kontinuierlich am Arbeitsprozess zu beteiligen.
Das nächste Treffen der Berliner Werkstatt Herstellung ist zum Thema Organisation der Herstellung für Anfang Juni vorgesehen, bis dahin wollen sich die Mitglieder des Arbeitskreises über Website und Forum austauschen, um weitere Arbeitsergebnisse vorlegen zu können.
Kontakt: H.von_Berg@klopotek.de