Die deutsch-rumänische Schriftstellerin Herta Müller erhält den mit 30.000 Euro dotierten „Berliner Literaturpreis“ 2005 der Stiftung Preußische Seehandlung. „Erinnerung ist eine der beständigsten Aufgaben von Literatur. Im Werk von Herta Müller ist sie zu einem bedrückenden Memento verdichtet. In einer inneren Wahlverwandtschaft mit Werken von Aleksandar Tisma über Imre Kertész und Günter Grass bis Ruth Klüger bewährt sich ihr Erzählen als Anteil an der literarischen Grundsteinlegung für ein neues Europa, das nicht ohne das Bewusstsein der Leiden an den Diktaturen und ihren Demütigungen entstehen kann“, heißt es in der Begründung der Jury, der Professor Gert Mattenklott, Annette Reber und Ulrich Janetzki angehören. Der Preis, der am 4. Mai vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit verliehen wird, ist zugleich mit dem Angebot der Berufung auf die neu geschaffene „Heiner-Müller-Gastprofessur für deutschsprachige Poetik“ an der Freien Universität Berlin verbunden. Herta Müller hat den Ruf angenommen.
Josia Jourdan: „Warum ich keine hohen Vorschüsse für Influencer:innen zahlen würde“
Immer mehr Verlage setzen auf Content Creator:innen als Autor:innen. Doch wer nur auf die Follower:innenzahlen schielt, kalkuliert am Markt vorbei. Warum hohe Vorschüsse für Influencer:innen-Bücher oft ein riskantes Glücksspiel sind.