Was soll eine Branche davon halten, wenn ihr vier verschiedene Erhebungen zur Umsatzentwicklung im März vier Ergebnisse bieten, die von Null bis plus 17% reichen?
Am besten gar nichts. Aber der Sortimentsbuchhandel muss sich leider wieder mal mit einem solchen Fall befassen.
Die extremen Zahlen liefern erneut die zwei automatisch aus Warenwirtschaftssystemen generierten Erhebungen. Allen voran der buchreport, der, auf das Hunderstelprozent genau, 16,84% plus ausgerechnet hat. Nicht viel weniger bietet der aus Börsenvereinsmitteln finanzierten Branchenmonitor Buch mit +15,5%. Wobei zu es sich hier wohlgemerkt um Durchschnittswerte handelt, also die Panelteilnehmer am oberen Ende der Streubreite geradezu astronomische Zahlen gemeldet haben müssen.
Das untere Ende markiert die der Kölner Betriebsvergleich, der für März plusminus Null meldet. Was freilich einfach daran liegen kann, dass diese Erhebung im vorigen Jahr einen Ausreißer nach oben hatte.
„Das sind alles groteske Zahlen,“, erklärt Boris Langendorf, Herausgeber des tählichen Online-Dienstes Langendorfs Dienst www.langendorfs-dienst.de, dessen (aktiv abgefragter) LD-Umsatztest für März ein Plus von 5,8% ermittelt hat, bei den Barumsätzen plus 10%. Langendorf: „Ein durchschnittlicher Zuwachs von 15% und mehr ist einfach unglaubwürdig und zeichnet nach außen und innen ein falsches Bild von der Branche – zu deren Schaden.“







