„Jede Buchhandlung hat ihren Anfang und ihr Ende. Ende Mai beendet die Buchhandlung Weiss ihre Tätigkeit! Schon jetzt großer Bücherausverkauf“, steht an der Tür. Die Buchhandlung in der Schlösselgasse 24, im 8. Bezirk, ist nur noch bis Mitte Juni geöffnet.
Der Name des Inhabers Ljubo Weiss und der seiner Buchhandlung war in Wien bekannt für südslawische Literatur und die dazugehörigen Themen bekannt. Seine kleine Buchhandlung in war ein Treffpunkt der Literaten aus allen südslawischen Ländern.
Zur Blüte kam seine Buchhandlung in den Jahren zwischen 1994 bis 2000: „Die Leute, die nach Wien geflohen oder aus dem ehemaligem Jugoslawien ausgewandert sind, haben Deutschkurse gebraucht und die Deutschsprachigen haben sich für die Problemregion interessiert und später haben sie auch die Sprachen zu erlernen versucht“ heißt es in einem Bericht.
Nach 2000 sei aber, wie es Weiss sieht, das Interesse seiner noch etwa 120.000 ehemaligen Mitbürgern aus Jugoslawien, die in Wien leben, für die Literatur ihrer ehemaligen Heimat gesunken – trauriges „Zeichen einer vollständigen Integration.“