Für ihren ersten Kriminalroman Mordsliebe, der im Herbst 2004 im Gmeiner-Verlag erschienen ist, hat die Hagener Autorin Angelika Schröder den „Alfred-Müller-Felsenburg-Preis für aufrechte Literatur 2005“ erhalten. Der Preis wird jährlich zur Nachwuchsförderung und für unkonventionelle und kritische Literatur verliehen. Diesen Anforderungen wurde Angelika Schröder mit ihrem Krimi gerecht, in dem es um das Thema Gewalt an der Schule geht.
Die Jury sieht in dem Werk „weit mehr als einen üblichen Kriminalroman (…). Angelika Schröders Engagement erschöpft sich keinesfalls in der Darstellung vielfältiger Bezüge menschlichen Lebens.“ Selbst Grundschullehrerin setze sie ihre Erfahrungen und Erkenntnisse als verantwortlich handelnde Pädagogin ins Reale um. Dabei „lässt sie kritische Töne niemals vermissen. Sie münzt sie stets um in verbal-warhaftige Formen, in unmittelbare und mutige Gestaltungen des Umgangs mit dem, was unser aller Dasein ausmacht.“
Der zweite Krimi, Mordswut (Frühjahr 2005, Gmeiner), befasst sich mit einem ähnlich gesellschaftsrelevanten Thema. Er handelt von der Liebe der Eltern zu ihren Kindern in allen schönen und schrecklichen Variationen und deren Folgen. Wieder ist die Handlungsträgerin eine Lehrerin und wieder recherchierte Angelika Schröder in einer Grundschule.
Angelika Schröder arbeitet bereits an der Fortsetzung ihrer „Mords…“-Serie. Anfang nächsten Jahres soll der dritte Roman in den Buchhandel kommen. Den genauen Titel will die Autorin aber noch nicht verraten. Und auch über den Inhalt sagt sie nur so viel: „Schauplatz der Ereignisse ist diesmal ein Hagener Gymnasium.“ Das Buch wird wieder im Gmeiner-Verlag erscheinen, der sich seit einigen Jahren auf die Herausgabe von Themen-Krimis mit Lokalkolorit spezialisiert hat.