Der Frankfurter Buch- und Medienversender Zweitausendeins plant eine Umstrukturierung seiner Logistik-Abteilung. Dabei ist angedacht, Lager und Auslieferung des Versands und die Belieferung der 13 Zweitausendeins-Shops an einen Logistik-Dienstleister abzugeben.
Von der Reorganisation wären 48 Mitarbeiter betroffen. Genaueres sei noch nicht geplant, im Moment würden Gespräche mit dem Betriebsrat geführt, so Wolfgang Müller, Geschäftsführer von Zweitausendeins.
„Dieser Schritt könnte helfen, den Fortbestand des Unternehmens für die nächsten Jahre zu sichern und uns fit für die Zukunft zu machen“, so Müller. Von der Ausgliederung der Abteilung erhofft sich Zweitausendeins unter anderem eine Verbesserung des Services und der Lieferzeiten. „Als relativ kleiner Versender kann man in der Logistik heute nicht so produktiv und schnell sein wie die großen – eine Umstellung ist wichtig, um die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter garantieren zu können um damit mittelfristig den Bestand des Unternehmens zu sichern“, so Müller weiter.
Verschärfend seien die Logistikkosten in den letzten Jahren durch einen ungünstigen Haustarifvertrag aus dem Gleichgewicht geraten. Ein Versuch von Zweitausendeins, den Haustarifvertrag zu kündigen, war nach einem mehrjährigen Prozeß letztinstanzlich vor dem Bundesarbeitsgericht gescheitert.