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Offener Brief: Silberburg-Verlag fordert MVB auf, in buchhandel.de wieder die vollen bibliographischen Angaben frei verfügbar zu machen

Ärger droht jetzt in Sachen Branchenportal Buchhandel.de: Wie Titus Häussermann vom Silberburg-Verlag in einem Brief an die MVB und den Börsenverein, der jetzt in der Branche kursiert, schreibt, sei es nicht akzeptabel, dass die vollständigen bibiographischen Angaben zu recherchierten Büchern nur noch Abonnenten zugänglich gemacht werden und Nutzer damit zum Ausweichen auf die (unvollständigen) Barsortimentskataloge oder zu Online-Buchhändlern gezwungen werden.

Hier der Brief von Titus Häussermann im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Dr. Schön,
liebe Kolleginnen und Kollegen beim
Medien-Service Untermain,
beim „MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels“
und beim Börsenverein,

heimlich, still und leise haben Sie das Online-VLB, also die buchhandel.de-Datenbank, umgestellt: Eine „vollständige bibliographische Information“ und vor allem eine ISBN bekommen nur noch zahlende Abonnenten genannt.

Sowohl gegen diese Tatsache möchten wir heftig protestieren wie auch dagegen, dass eine so einschneidende Änderung bei Nacht und Nebel vorgenommen wird. Oder sollte uns ein Börsenblatt-Artikel entgangen sein?

Das VLB, dessen ganze Systematik auf der ISBN aufbaut, wird in erster Linie von den Verlagen, in zweiter vom Sortiment getragen. Das gilt auch für den Online-Auftritt buchhandel.de.

Beide, Sortiment und Verlage, wollen Bücher verkaufen, und zwar genau identifizierbare. Dazu wurde die ISBN erfunden. Beide haben ein vitales Interesse daran, dass mit den bibliographischen Datensätzen die ISBN ausgeworfen wird – damit der korrekte Schulatlas, genau das gewünschte Benjamin-Blümchen-Buch oder der eine und nicht der andere Bildband über die Schwäbische Alb verlangt, bestellt, gewünscht werden können.

Wir als einer der Verlage, die buchhandel.de bezahlen, möchten diese Bibliographie als funktionierendes Instument für alle Bedürfnisse erhalten. Wir möchten nicht, dass die Internetnutzer gezwungen sind, zum Bibliographieren zu einem Katalog zu wechseln, der die ISBN ausweist, der nur eben nicht vollständig ist, also beispielsweise zum KNV-Katalog (buchkatalog.de) oder zu libri.de oder zu Katalogen der Onlinehändler wie amazon.de, buch.de oder booxtra.de/buecher.de.

Wir möchten uns die Abschaffung der ISBN im Online-VLB nicht einfach gefallen lassen, und wir sind sicher, dass es vielen Kollegenverlagen ebenso geht.

Wir fordern Sie auf, die ISBN unverzüglich wieder zu den kostenlos angezeigten bibliographischen Daten hinzuzufügen.

Bitte denken Sie dabei daran, dass die MVB ein Betrieb ist, der letztlich den Buchhandlungen und Verlagen gehört und als kommerzielle Dienstleistungseinrichtung für Verlage und den Buchhandel existiert.

Freundliche Grüße

Titus Häussermann

Silberburg-Verlag Titus Häussermann GmbH

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