Der mit 12.800 Euro dotierte Westfälische Literaturpreis wird in diesem Jahr an Wiglaf Droste verliehen. In der Begründung der Jury heißt es unter anderem:
„Mit Blick auf die deutsche Literaturgeschichte sind Vergleiche zu Autoren wie Robert Gernhardt oder Kurt Tucholsky angebracht und begründbar. Droste hat seine Vorgänger jedoch nicht kopiert, sondern einen eigenen, unverwechselbaren Ton gefunden. Seine kompromisslosen, häufig im zynischen Gestus vorgetragenen Satiren und Glossen sind sprachliche Kabinettstückchen von hohem literarischen Rang.“
Wiglaf Drostes aktuelles Buch – sein bisher einziger Gedichtband – ist unter dem Titel nutzt gar nichts, es ist Liebe in diesem Frühjahr bei Reclam Leipzig erschienen. Es enthält Gedichte und zarte Liebeserklärungen neben Kalauern und ätzenden Versen.







