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Dr. Otto Schmidt feierte 100 Jahre

Der Verlag Dr. Otto Schmidt hat heute im Kölner Gürzenich mit seinen Autoren,

Auftakt im Foyer des Gürzenich

Dienstleistern und Geschäftspartnern fröhlich und auf hohem Niveau sein 100-jähriges Jubiläum [mehr…] gefeiert.

Einziger Wemutstropfen: Ex-Bundespräsident D. Dt. h.c. Johannes Rau, auch als Redner angekündigt, fehlte. Er hatte erneut ins Krankenhaus gemusst. Als gelernter Verlagskaufmann (seine Festbotschaft wurde verlesen: „ich weiß, wie Druckerschwärze riecht, kenne das Glücksgefühl, ein gelungenes Buch in der Hand zu halten“) hätte er „gern dieses seltene 100 jährige“ eines Verlages mitgefeiert. Und dieses glaubwürdig

Begrüßung durch Dr. Hans-Martin Schmidt

ganz besonders: Er ist mit der Inhaberfamilie nicht nur verwandt, sondern auch freundschaftlich verbunden.

Die rd. 300 Gäste konnten am Ende nicht nur eine erfrischend unfeierliche Festschrift über die 100jährige Verlagsgeschichte mit nach Hause nehmen, sondern auch Ideen und Anregungen zu den eigenen aktuellen Problemen, die die drei präzisen und

v.l.: Philipp Neie, Dieter Buchholz, Klaus D. Urban

nachdenkenswerten Festvorträgen boten – zumindest dem, der „hören konnte oder wollte“ (Prof. Dr. Anton Meyer). Der Münchner Marketing-Star schien sich über die Nachhaltigkeit solcher Vorträge nicht ganz so sicher, auch wenn sie als „unwiederholbare Events den besten Schutz vor dem Kopieren und digitalen Verbreiten im Internet “ böten -und damit (s)eine Problemlösung für eines der brennenden Probleme der wissenschaftlichen Verleger.

Diese Probleme der Wissenschaftsverlage angesichts der Globalisierung hatte zuvor Dr. Stefan von Holtzbrinck (man kennt sich aus gemeinsamer Partnerschaft bei LEGIOS)

Dr. h.c. K.-P. Winters, Dr. Stefan von Holtzbrinck (v.l.)

und die Situation sehr bildhaft beschrieben: „Vorne droht eine Schlucht, hinten lauern die Wölfe“ – nur durch Einigung auf firmenübergreifende Plattformen und Standards und Kooperation sei künftig noch Selbständigkeit möglich. Und auch der Vortrag von Prof. Dr. Benno Heussen über „Streitkultur im Recht“ bot Stoff zum Nachdenken – und nicht nur, weil den Laien im Saal plötzlich klar wurde, warum auch gute Gesetze „Schlupf“löcher haben: Wie Netze müssten sie flexibel sein, sonst funktionierten sie nicht.

Zu Beginn hatte Dr. Hans-Martin Schmidt, der Vorsitzende des Gesellschafterausschusses und ehemalige Verleger kurz die Gäste grüßt und verraten, was er über das Geheimnis von 100jährigen gelesen hatte: „Nicht schonen, sondern belasten. Fordern, nicht verwöhnen.“

Ob das sein Nachfolger Dr. h.c. Karl-Peter Winters, derzeit Verleger der Gruppe, gemeint hatte, als er sagte:

Dienstleister Andreas Winters, Willi Weller

„100 Jahre Höhen und Tiefen liegen hinter uns – in den nächsten Jahren werden es wohl eher Tiefen als Höhen sein….“? Die Auswahl der Festvorträge war einem Datum angemessen, das immer wieder nachdenklich macht, wie und wer ein Unternehmen wirklich durch die nächsten 100 Jahre führen kann. In seiner Amtszeit hat er allerdings schon genügend Weichen dafür gestellt. (Die Zahlen sprechen dafür. Winters: „Sonst sind wir damit zurückhaltend – die Gruppe macht derzeit rund 70 Mio. Euro Umsatz.“)

Und sichtlich auch Respekt und gute Beziehungen für das Haus gewonnen: Unter den Gästen gesichtet auch viele Wettbewerber, vorn an Dr. Hans Beck, dazu Klaus Sigmund und sein Nachfolger als Chef der Schweitzer Gruppe Philipp Neie; Helmuth Hopfner (Haufe), Dieter Buchholz, Dr. Bruno Kübler, Ernst-Otto Kleyboldt , Und neben Dr. Wulf D. von Lucius auch Dr. Markus Conrad, Oliver Voerster und Dieter Joos.

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