Er ist zwar schon seit gut 300 Jahren tot, aber im Rampenlicht stand Samuel Pepys,

der in den Wirren der Konterrevolution unter Charles II. von einem Niemand zu einem der wichtigsten Beamten des Königsreichs aufstieg, schon immer gern. Seine Tagebücher hat er allerdings gut verborgen – nicht nur zu Lebzeiten, sondern auch 100 Jahre über seinen Tod hinaus wusste keine Menschenseele von ihrer Existenz. Und das war gut so für Pepys, denn er schrieb in einer Geheimschrift alles, aber auch wirklich alles über sich und sein Leben auf – und schuf damit das „intimste Tagebuch der Literaturgeschichte“ (Dietrich Schwanitz).
Gerade nun ist ein Film in den deutschen Kinos angelaufen, in dem Pepys – seinerzeit auch begeisterter Besucher der englischen Theater – eine wichtige Rolle spielt: „Stage Beauty“, Regie Richard Eyre. Ein Historienfilm über das wiedererwachende Theaterleben unter Charles II. Pepys Geheime Tagebücher sind eine der wichtigsten Quellen der damaligen Theatergeschichte – im Film ist er als Chronist und Berater einer der beiden Hauptfiguren ständig präsent.
Pepys‘ Tagebücher erschienen im letzten Jahr in einer von Volker Kriegel und Roger Willemsen getroffenen Auswahl und Neuübersetzung bei Eichborn.Berlin. Die Website zum Film: http://www.stagebeauty-derfilm.de