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István Eörsi

István Eörsi, © Thilo Beu

In den frühen Morgenstunden des 13. Oktober ist István Eörsi in Budapest gestoben.

1931 in Budapest geboren. Lyriker, Dramatiker und Prosaautor, war Schüler von Georg Lukács, wurde 1956 wegen Beteiligung am Ungarnaufstand zu acht Jahren Haft verurteilt und 1960 amnestiert. Er war freier Schriftsteller, Journalist und Übersetzer, 1978-82 Dramaturg am Theater in Kaposvár. Danach folgte ein Berufsverbot. 1983/84 war er Stipendiat des DAAD in West-Berlin 1986 kehrte er nach Ungarn zurück. Er lebt in Budapest und Berlin und arbeitet z.Zt. an einem autobiographischen Roman.

Freundschaften verbanden ihn u.a. mit Ernst Jandl und Allen Ginsberg, die er ins Ungarische übersetzte. Seine übersetzerische und herausgeberische Tätigkeit war immens, u.a. übertrug er Gedichte von Goethe, Heine, Brecht, Shakespeare, Shelley, Keats, Puschkin und Majakowski, Apollinaire und Gárcia Lorca ins Ungarische.

Zuletzt arbeitete er an dem Roman „Im geschlossenen Raum“, der im Frühjahr 2006 bei Suhrkamp erscheint, wo bereits der Band „Der rätselhafte Charme der freiheit“ erschienen ist.

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