Die Frankfurter Buchmesse will sich auf die drei Säulen Wirtschaft, Kultur und Politik konzentrieren.
Das sagte Buchmesse-Direktor Juergen Boos heute in der Eröffnungspressekonferenz der größten Bücherschau der Welt: „Natürlich ist die Buchmesse ein Wirtschaftsunternehmen, das Gewinne erzielen muss, um seine Aktivitäten zu finanzieren.“, betonte Boos. Allerdings sei die Frankfurter Buchmesse durch ihre Statuten zu kulturellem Engagement verpflichtet: „Unsere Teilhaber, die 6.500 Mitglieder der Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, erwarten das von uns.“
Als Beispiele für das kulturelle Engagement nannte Boos das Gastland-Programm, die an die Buchmesse angeschlossene „Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika“, die deutschen Gemeinschaftsstände, die die Frankfurter Buchmesse jedes Jahr auf rund 25 internationalen Buchmessen organisiert, und – nicht zuletzt – die Unterstützung einer ganzen Reihe von Literaturveranstaltungen und Festivals wie den Deutschen Buchpreis. Weiterhin ermögliche seit fast 30 Jahren das Einladungsprogramm Verlagen aus devisenschwachen Ländern die Teilnahme an der Frankfurter Buchmesse und werde die Vielfalt der Messe durch eine Querfinanzierung kleinerer Stände gesichert.
„Die Existenzgrundlage der Verlage und auch der Buchmesse ist natürlich die Meinungs- und Pressefreiheit,“ sagte Boos. Deshalb werde sich die Frankfurter Buchmesse zukünftig deutlich politischer positionieren. Auch das Programm „Städte der Zuflucht,“ das die Frankfurter Buchmesse seit 1998 unterstützt, werde fortgesetzt. Derzeit lebt Horacio Castellanos Moya aus El Salvador unter dem Schutz des Programms in Frankfurt.
Die Frankfurter Buchmesse verzeichnet in diesem Jahr einen Aussteller-Rekord: Erstmals präsentieren sich mehr als 7.000 Aussteller, exakt 7.223 aus 101 Ländern. Sie zeigen auf 168.790 Quadratmetern 380.655 Titel.







