Wie Autor Peter Turi heute in einem Artikel in w&v berichtet, will „Der Spiegel“ auch massiv ins Buchgeschäft einsteigen. Nach dem Vorbild der 50-bändigen Belletristik-Reihe der Süddeutschen Zeitung plant der Spiegel-Verlag im kommenden Jahr eine umfassende Literatur-Bibliothek.
Turi schreibt: „Wenn der Spiegel es schafft, für die besten 50 oder 100 Werke der deutschen oder der Weltliteratur Lizenzen zu bekommen und den Lesern ein preisattraktives Angebot macht, dann ist ein Millionenerfolg möglich – und ein siebenstelliger Gewinn.“
Es bleibt allerdings nicht nur bei dieser Bibliothek. Nach dem Erfolg des Werkes „Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“ von Spiegel-Online-Redakteur Bastian Sick sind mindestens drei weitere Spiegel-Online-Bücher in Arbeit. Demnächst erscheint im Frühjahr die Spiegel-Online-Kolumne „Archilles´Verse“, eine Art Tagebuch eines Marathonläufers, in gedruckter Form.
Das Buchgeschäft des Spiegel-Verlags läuft seit 25 Jahren eher mit wechselhaftem Erfol´g und Auflagen, die zwischen 5.000 und 200.000 Exemplaren liegen. Früher war Rowohlt der Kooperationspartner, danach Hoffmann und Campe, jetzt läuft eine Kooperation mit der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA). Nach Informationen von w&v droht dieser Kooperation das Ende, weil die frühere FAZ-Tochter von der Bertelsmann-Tochter Random House gekauft wurde und DVA-Geschäftsführer Jürgen Horbach das Haus verlässt.







