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Reinhard Jirgl erhält Bremer Literaturpreis 2006 / Förderpreis für Svenja Leiber

Den Bremer Literaturpreis 2006 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung erhält nach der Entscheidung der Jury vom 19. November Reinhard Jirgl für seinen 2005 im Hanser Verlag erschienenen Roman „Abtrünnig“.

Dazu die Jury: „Reinhard Jirgl erhält den mit 20.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis 2006 für ein Buch der Sprachkraft und des bösen Blicks. Sein Roman „Abtrünnig“ bannt die Gegenwart des wiedervereinigten Deutschland in halluzinatorische Landschaftsbilder und Figuren, in denen die Dämonen der globalisierten Welt hausen. Hier macht die Literatur eines Landes im Umbruch der politischen Krisenrhetorik erfolgreich Konkurrenz.“

Reinhard Jirgl wurde 1953 in Ostberlin geboren. Nach Abschluss der zehnklassigen Oberschule, in Verbindung mit einer Berufsausbildung als Elektromechaniker, holte er in Abendkursen das Abitur nach. Er studierte Elektrotechnik an der Humboldt-Universität und war von 1978 bis 1995 Techniker an der Volksbühne. Seither lebt der u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis und dem Kranichsteiner Literaturpreis Ausgezeichnete als freier Schriftsteller in Berlin.

Svenja Leiber erhält den Förderpreis für ihre 2005 im Ammann Verlag erschienenen Erzählungsband „Büchsenlicht“. Dazu die Jury: „Die Jury des Bremer Literaturpreises vergibt den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis an Svenja Leiber für Ihren lakonischen Dorfreigen „Büchsenlicht“. Mit Witz und Wärme, originell und traditionsbewusst erzählt sie von den Aufbrüchen und Ausbrüchen jener, die eine triste Gegenwart haben und wenig Zukunft.“

Svenja Leiber wurde 1975 in Hamburg geboren. Aufgewachsen ist sie in der Nähe von Lübeck. Sie studiert Literaturwissenschaft; Geschichte und Kunstgeschichte in Berlin und ist nebenher als Kunstführerin tätig. 2003 gewann sie mit ihrer Erzählung „Eckeneckepen“ den Literaturpreis Prenzlauer Berg.

Die Preise werden am 26. Januar 2006, dem Geburtstag von Rudolf Alexander Schröder, um 12 Uhr im Bremer Rathaus verliehen. Die Laudatio auf Reinhard Jirgl hält Prof. Dr. Wilfried F. Schoeller, die Laudatio auf Svenja Leiber hält Andreas Nentwich.

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