Home > News > Harry Thürk

Harry Thürk

Der Roman-, Krimi- und Sachbuchautor Harry Thürk, einer der populärsten Autoren der DDR (für Wessis: der „Konsalik“ des Ostens, wie es der SPIEGEL einmal

Harry Thürk

formulierte), ist nach langer Krankheit in der Nacht vom 23. auf den 24. November im Alter von 78 Jahren gestorben.

Harry Thürk wurde 1927 in einer oberschlesischen Kleinstadt geboren. Nach dem Krieg kam er nach Weimar, arbeitete als Bildreporter und Redakteur und hielt sich längere Zeit im Ausland, unter anderem in Peking auf. Thürk lebte als freischaffender Schriftsteller in Weimar. Seine größten Romanerfolge erschienen im Verlag Das Neue Berlin, zu ihnen gehören vor allem der Antikriegsroman »Die Stunde der toten Augen« sowie die in Fernost spielenden Romane »Das Tal der sieben Monde«, »Der Tiger von Shangri-La«, »Des Drachens grauer Atem«. Ein autobiographischer Bericht erschien unter dem Titel »Auch überm Jangtse ist Himmel«. Thürk hat sich auch als Verfasser von Sachbüchern zu vornehmlich militärhistorischen Themen betätigt.

Er avancierte im Osten Deutschlands zum Bestsellerautor. Thürks Name stand für spannende Unterhaltungsliteratur und Polit-Thriller, die sich durch genau recherchierte politische und geschichtliche Hintergründe auszeichneten – allerdings aus seiner Sichtweise: Thürk hat ausdrücklich (bis in die 80er Jahre hinein) den Einmarsch der NVA in die CSSR 1968 befürwortet.

Im Herbst 2005 erschien im Verlag Das Neue Berlin der erste Teil seiner beliebten Hongkong-Krimis »Der maskierte Buddha«, eine Sammlung der besten Geschichten um einen Privat-Detektiv chinesisch-amerikanischer Herkunft. Die Fortsetzung unter dem Titel »Schwarze Blüte, sanfter Tod« kommt im Februar 2006 heraus.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert