Der Lyriker Yaak Karsunke (»hand & fuß«, München 2004) erhält den Erich Fried Preis 2005. Er ist einer der höchstdotierten Literaturpreise und wird seit 1990 verliehen, Preisträger waren u.a. Bodo Hell, Robert Schindel, Elfriede Gerstl, Robert Menasse.
Der (alleinige) Juror Christoph Ransmayr in seiner Jurybegründung: »Ein Dichter, dessen Poesie eine wichtige Prüfung aller Literatur – ihre Leser nämlich auf einen anderen Stern zu versetzen – glänzend besteht«.
Constanze Richter vom Verlag buch & media: Yaak Karsunkes Gedichte sind ein echter Glücksfall. Mit seiner künstlerischen Gestaltungskraft schafft er zeitlose Klassiker. Die Themen reihen sich von Gedichten über den Jazz, Italienaufenthalte bis hin zu Referenzen an die Antike und das Mittelalter. Es gibt auch immer wieder Rückblicke auf die eigene Zeitgeschichte. Hier gilt wie immer, er ist sich seiner Position treu geblieben. Demgegenüber steht die Abrechnung mit Opportunismus und einem fanatischen Umgang mit Idealen bzw. Ideologien. Karsunke ist nicht stehen geblieben, er hat weiter gedacht.
In der Lyrikedition 2000 sind Yaak Karsunkes Gedichtbände »hand & fuß« (2004), »da zwischen / auf die gefahr hin« (Neuausgabe 2003) und »Kilroy & andere / reden & ausreden« (Neuausgabe 2002) erschienen.
Der österreichische Staatssekretär Franz Morak übergibt den Preis am 27. November im Akademietheater Wien.
Mehr unter www.buchmedia.de