Der Ideenschmiede der Süddeutschen Zeitung in München, die von Dirk Rumberg und Klaus Füreder geleitet wird, gehen die Einfälle anscheinend nie aus. Neuester Streich ist eine Kriminalbibliothek, mit der man an den Erfolg der SZ-Bibliothek, aber auch der Cinemathek oder der Jungen Bibliothek anknüpfen will. Geplant sind wieder 50 Titel zum Ladenpreis von 4,90 Euro. Gestartet wird am 14. Januar 2006. Der Ladenpreis bei Abnahme aller 50 Bände beträgt 220 Euro.
Überzeugt ist wohl nun auch der letzte Verlag vom Erfolg derartiger Bestseller-Bibliotheken. Hatten sich zum Beispiel beim Start der SZ-Bibliothek die Holtzbrinck-Buchverlage und Piper noch geziert, Lizenzen für eine solche „Billigverwertung“ zu geben, sind sie nun alle im Boot. Die Krimibibliothek der SZ basiert (anders als die STERN Edition [mehr…], die sich in der Hauptsache auf bertelsmanneigene Random House-Rechte stützt) dagegen auf einer breiten Basis von lizenzgebenden Verlagen, neben Diogenes z.B. Hanser, Suhrkamp und Hoffmann und Campe, Aufbau, S. Fischer, Scherz und Ullstein sowie kleineren auf Kriminalliteratur spezialisierten Verlagen wie dem Alexander Verlag.
„Die Stern/Random House bereitet uns keine schlaflosen Nächte. Im vergangenen Jahr hatte der Stern mit seiner DVD-Reihe ‚Sternstunden der Filmgeschichte‘ ja bereits einmal versucht, schneller zu sein als die Süddeutsche Zeitung, deren wenige Wochen später gestartete Cinemathek dann jedoch im Markt, vor allem auch im Buchhandel, deutlich erfolgreicher war und bis heute ist, was zu der Überlegungen führt, diese Reihe nicht Mitte Februar mit dem Erscheinen von Film 50 zu beenden, sondern fortzusetzen und auf 100 Filme zu erweitern“, so Rumberg selbstbewusst gegenüber BuchMarkt.
Übersicht über die komplette Bibliothek: download(SZ-Krimi-Bibliothek.pdf)