In der Schweiz schlagen derzeit die Wellen hoch: Wie teuer dürfen Bücher sein, wie hat die Umrachnung von Franken in Euro zu erfolgen? Wegen der „gegenwärtig praktizierte Überhöhung der schweizerischen Buchpreise gegenüber dem Europreis“ sind gestern die Huber & Lang Buchhandlungen in Bern und Zürich aus dem SBVV ausgetreten [mehr…].
Heute erreicht uns von unserem Schweiz-Korrespondenten Urs Heinz Aerni folgende Meldung:
Mit dem Preisüberwacher Rudolf Strahm konnte sich der Schweizer Buchhändler- und Verleger Verband (SBVV) auf eine Senkung der Schweizer Buchpreise ab Mitte 2006 einigen. Die Preise der preisgebundenen Bücher in der Schweiz werden auf 1. Juli 2006 um durchschnittlich zwei Prozent und auf den 1. Juli 2007 um weitere zwei Prozent gesenkt, wie es in der Pressemitteilung heißt. Im ersten Halbjahr 2006 würden Details ausgearbeitet werden.
Die Verhandlungen waren nicht einfach, doch eine vom SBVV einberufene Aussprache mit den Mitgliedern machte deutlich, dass für die Mehrheit der anwesenden Buchhandlungen die Radikalforderung von einer 18 prozentigen Preissenkung für den Buchhandel unmöglich wäre. Das jetzt ausgehandelte Senkungsmodell ist das Höchstmögliche. Die Verhandlungsdelegation zeigte deutlich auf, dass beim Buchhandel nicht mehr zu holen sei.






