Der Kabarettist Hanns Dieter Hüsch ist tot. Der in Moers geborene Künstler verstarb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 80 Jahren, wie eine Sprecherin der Stadtverwaltung mitteilte.
Im Dezember 2000 verabschiedete sich Hanns Dieter Hüsch nach mehr als 50 Jahren von der Tourneebühne verabschiedet. Als Ort wählte er die Aula seines Gymnasiums in seiner niederrheinischen Heimatstadt Moers. Dort wurde Hüsch am 6. Mai 1925 geboren. Damit bekräftigte er erneut seine Verbundenheit zum Niederrhein. Denn auch wenn er über 20 Jahre lang Mainz als seine Heimat wählte und später nach Köln zog, nannte er sich selbst das „schwarze Schaf vom Niederrhein“. Er betonte stets: „Alles, was ich bin, ist niederrheinisch.“ Nach seinem Abschied von der Tourneebühne hatte sich Hüsch noch viel vorgenommen. Eine Weltreise wollte er machen, eine Oper schreiben. Ein Schlaganfall zerstörte schon 2001 diese Pläne.
Link: http://www.hannsdieterhuesch.de/
Seine hintersinnige Sicht der Dinge hatte Erfolg. Hüsch erhielt zahlreiche Auszeichnungen: Als einziger erhielt er gleich zweimal den Deutschen Kleinkunstpreis (1972/1982), die Carl Zuckmayer-Medaille des Landes Rheinland-Pfalz (1989), Staatspreis des Landes Nordrhein-Westfalen (1994). 1998 übergab ihm der damalige Bundespräsident Johannes Rau persönlich das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.