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Berlin: Dietrich Simon und Klaus Wagenbach werden am Donnerstag mit der Rahel Varnhagen von Ense – Medaille ausgezeichnet

Kultursenator Thomas Flierl verleiht am 19. Januar im Berliner Rathaus die Rahel Varnhagen von Ense – Medaille zur Förderung des literarischen Lebens in Berlin an die Verleger Dietrich Simon und Klaus Wagenbach. Im Rahmen der Preisverleihung werden Rolf Hochhuth und Otto Sander lesen.

Aus der Begründung:
Dietrich Simon hat als langjähriger Lektorats-Leiter des Verlags Volk und Welt dafür gesorgt, dass wichtige deutschsprachige Autorinnen und Autoren aus der Bundesrepublik Deutschland, aus Österreich und der Schweiz in der DDR erscheinen konnten. Er hat stets am Begriff einer gemeinsamen deutschsprachigen Literatur festgehalten; durch seine Vorarbeiten hat er die kulturelle Einigung der beiden deutschen Staaten befördert.

Klaus Wagenbach hat mit seinem 1964 gegründeten Wagenbach Verlag das Profil des Verlagsstandortes Berlin mitgeprägt. Es ist ihm trotz der Konzentrationsentwicklungen im Verlagswesen gelungen, mit seinem kleinen Verlag unabhängig zu bleiben und ein anspruchsvolles belletristisches Programm zu präsentieren. Auch als Germanist hat Wagenbach Bedeutendes geleistet; seine Kafka-Forschungen haben dazu beigetragen, dass dieser Autor heute als einer der wichtigsten Autoren der Moderne gilt.

Mit der Rahel Varnhagen von Ense – Medaille werden Persönlichkeiten geehrt, die sich in besonderer Weise um das literarische Leben in Berlin verdient gemacht haben; sie wird seit 1993 von der Senatskulturverwaltung in Verbindung mit der Stiftung Preußische Seehandlung verliehen. Bislang erhielten die undotierte Auszeichnung u.a. Walter Höllerer, Christa und Gerhard Wolf, Brigitte und Adolf Endler und Inge Deutschkron.

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