Geschäftsjahr 2004/05: Umsatz und Gewinn gesteigert; Geschäftsjahr 2005/06: Erfolgreicher Start durch zufrieden stellendes Weihnachtsgeschäft – das sind die Eckzahlen der heutigen Bilanzpressekonferenz der DOUGLAS HOLDING AG (Mutter der Thalia Holdingmeldet.
Danach war das Geschäftsjahr 2004/05 war für die DOUGLAS HOLDING AG ein erfolgreiches Jahr. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Henning Kreke kommentierte auf der heutigen Bilanzpressekonferenz das abgelaufene Geschäftsjahr 2004/05 (30.9.) mit den Worten: „Wir haben unser renditeorientiertes Wachstum fortgesetzt und unsere Ziele sogar leicht übertroffen.“ Die Planungen sahen für das abgelaufene Geschäftsjahr auf Basis des aktuellen Beteiligungsportfolios – also bereinigt um Christ in der Schweiz – eine Umsatzsteigerung von vier bis sechs Prozent sowie ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zwischen 114 und 116 Millionen Euro vor.
Tatsächlich erzielte der DOUGLAS-Konzern eine Umsatzsteigerung um 5,7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Bereinigt um Christ in der Schweiz entspricht das einem Umsatzzuwachs von 8,5 Prozent. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 8,3 Prozent auf 119,5 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 4,9 Prozent, womit das Unternehmen nach wie vor zu den Besten im deutschen Einzelhandel gehört. Das Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) des DOUGLASKonzerns stieg im Geschäftsjahr auf 219,5 Millionen Euro nach 213,1 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die EBITDA-Marge – also das Verhältnis von EBITDA zum Umsatz – lag bei 9,1 Prozent nach 9,3 Prozent im Vorjahr.
Der DOUGLAS Value Added (DVA), der die Wertsteigerung der DOUGLAS-Gruppe misst, erreichte im Geschäftsjahr 2004/05 eine Höhe von 28,5 Millionen Euro nach 18,9 Millionen Euro im Vorjahr. Damit wurde der höchste DVA-Wert seit Einführung des Konzeptes im Jahr 2001 erreicht. Nahezu alle Tochtergesellschaften haben die angestrebte Verzinsung – 6,5 Prozent nach Steuern – auf das eingesetzte Kapital erzielt. Einige Tochtergesellschaften haben diese Vorgabe sogar deutlich übertroffen. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 15. März 2006 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2004/05 wie im Vorjahr eine Dividende von 1,00 Euro je Stückaktie zu zahlen.
Das Investitionsvolumen im Konzern belief sich im Geschäftsjahr 2004/05 auf rund 121 Millionen Euro nach 118 Millionen Euro im Vorjahr. Der Großteil der Investitionen floss wieder in das weitere internationale Wachstum der Douglas-Parfümerien. Aber auch in die Expansion des Buchbereiches und des Modebereiches wurde stark investiert.
Die Douglas-Parfümerien konnten ihre marktführende Position in Europa weiter ausbauen. Die 872 Parfümerien erzielten im Geschäftsjahr 2004/05 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,8 Prozent. In Deutschland steigerte Douglas die Umsätze um 1,3 Prozent auf über 804 Millionen Euro und konnte so in einem weiterhin schwachen Branchenumfeld Marktanteile hinzugewinnen und die Marktführerschaft ausbauen.
Noch besser entwickelten sich die Douglas-Parfümerien im Ausland. Sie steigerten ihre Umsätze um 10,0 Prozent auf über 565 Millionen Euro. Damit stieg ihr Anteil am Gesamtumsatz der Parfümerien auf über 41 Prozent nach 39 Prozent im Vorjahr. Mit 456 Geschäften übertraf die Zahl der ausländischen Filialen erstmals die Anzahl der Douglas- Parfümerien in Deutschland. Douglas ist nach der Eröffnung der ersten Parfümerie in Tschechien (November 2004) sowie in der Slowakei (April 2005) in 17 Ländern präsent.
Überdurchschnittlich gut entwickelten sich die Gesellschaften in den neuen, rasch wachsenden Märkten Osteuropas. Auch Italien und Spanien trugen maßgeblich zur guten Entwicklung bei. In Italien feierte Douglas im Herbst 2005 die Eröffnung der 100. Parfümerie, und in Spanien wuchs das Filialnetz durch zwölf Neueröffnungen auf mehr als 60 Parfümerien.
Die Thalia-Gruppe ist sowohl durch die Eröffnung neuer Filialen als auch durch Akquisitionen stark gewachsen und hat ihre führende Marktposition im deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut. Die 137 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und in der Schweiz erhöhten ihre Umsätze um 19,1 Prozent auf 461 Millionen Euro.
In Deutschland stiegen die Umsätze in 98 Buchhandlungen um 23,9 Prozent auf 332 Millionen Euro. Damit konnte sich Thalia erneut besser als die Branche entwickeln und die Marktführerschaft weiter ausbauen.
Zur dieser Entwicklung haben die im Juli 2004 übernommenen Buchhandlungen von Bouvier/Gonski ebenso beigetragen wie die Buchhandlungen der Kober-Löffler-Gruppe, die seit dem 30. September 2004 mehrheitlich zur Thalia-Gruppe gehört.
Kreke: „Dabei ist es gelungen, die Erfahrung der neuen Partner optimal mit der Innovationskraft von Thalia zu kombinieren und die neuen Buchhandlungen zügig in die Thalia-Gruppe zu integrieren“.
Die Auslandsgesellschaften in Österreich und in der Schweiz erzielten Umsatzzuwächse von 8,3 Prozent auf 129 Millionen Euro. Mit 21 Sortimentsbuchhandlungen in Österreich und 18 in der Schweiz nimmt die Thalia-Gruppe jeweils eine marktführende Position ein.
Anfang September 2005 wurde in Linz auf rund 4.200 Quadratmetern die größte Buchhandlung in der gesamten Thalia-Gruppe nach Totalumbau wiedereröffnet. Nachdem mit Wirkung zum 6. September 2005 die Beteiligung an der im preisoffensiven Segment tätigen Gesellschaft Gold Meister veräußert wurde, konzentriert sich der Geschäftsbereich Schmuck jetzt auf die renditeorientierte Weiterentwicklung der Marken Christ und René Kern. Die Kernmarke Christ hat die Marktführerschaft im deutschen Schmuckeinzelhandel ausgebaut. Denn während die Branche weiterhin Umsatzverluste verzeichnete, konnten die rund 200 Christ-Juweliergeschäfte in Deutschland mit 245 Millionen Euro die Vorjahresumsätze um 1,2 Prozent übertreffen. Sieben Geschäfte wurden neu eröffnet und zahlreiche weitere Filialen modernisiert.
Zu den Höhepunkten gehörten die Neueröffnungen in Karlsruhe und Stuttgart. Dort hat Christ – ebenso wie in den beiden komplett umgebauten Geschäften in Düsseldorf und Leipzig – ein innovatives Ladenkonzept umgesetzt. Die acht Juweliergeschäfte von René Kern steigerten im vergangenen Geschäftsjahr die Umsätze um 9,7 Prozent auf mehr als 43 Millionen Euro. 4 Der Geschäftsbereich Mode hat seine Bedeutung innerhalb der DOUGLAS-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich gestärkt. Die Umsätze stiegen – insbesondere durch die erstmalige Konsolidierung von Pohland – um 39,6 Prozent auf rund 178 Millionen Euro. Appelrath-Cüpper steigerte die Umsätze in 13 Modehäusern für Damenoberbekleidung um 10,7 Prozent auf rund 141 Millionen Euro. Die drei Neueröffnungen in Hamburg, Münster und Karlsruhe trugen maßgeblich zum Umsatzwachstum bei. Appelrath-Cüpper befindet sich derzeit in der expansivsten Phase seiner Unternehmensgeschichte. Beim Herrenausstatter Pohland hat die DOUGLAS-Gruppe ihre Beteiligung zum 1. Januar 2005 von 48 auf 100 Prozent erhöht. Für die Monate Januar bis September sind die Pohland-Umsätze in Höhe von rund 37 Millionen Euro im Konzernabschluss enthalten. Auf das Gesamtjahr betrachtet – d.h. vom 1. Oktober 2004 bis 30. September 2005 – erreichte Pohland mit Umsätzen von 54 Millionen Euro das Vorjahresniveau. Der Geschäftsbereich Süßwaren steigerte die Umsätze um 0,4 Prozent auf 76 Millionen Euro. Damit konnten die Hussel-Confiserien ihre marktführende Position im deutschen Süßwarenfachhandel festigen. Guter Start ins neue Geschäftsjahr 2005/06 Für das neue Geschäftsjahr sei die DOUGLAS-Gruppe gut gerüstet, betonte Dr. Kreke. Nach einem insgesamt zufrieden stellenden Weihnachtsgeschäft steigerte der DOUGLAS-Konzern die Umsätze im ersten Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2005) um 9,5 Prozent auf rund 905 Millionen Euro. Die Douglas-Parfümerien steigerten ihre Umsätze um 12,0 Prozent, die Thalia- Buchhandlungen um 9,9 Prozent. Der Schmuckbereich (Christ, René Kern) erzielte ein Umsatzplus von 4,1 Prozent, der Modebereich (Appelrath-Cüpper, Pohland) erzielte um 42,0 Prozent erhöhte Umsätze. Die Umsätze der Hussel-Confiserien lagen um 7,3 Prozent über dem Vorjahr. Auf vergleichbarer Fläche stiegen die Umsätze um 1,6 Prozent. Dabei entwickelten sich die Geschäftsbereiche Parfümerien, Bücher, Schmuck und Süßwaren positiv. Lediglich der Geschäftsbereich Mode blieb hinter dem Vorjahr zurück. Detaillierte Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2005/06 veröffentlicht die DOUGLAS HOLDING am 08.02.2006.
Aufgrund der ordentlichen Entwicklung im ersten Quartal erwartet der DOUGLAS-Konzern für das Geschäftsjahr 2005/06 eine Umsatzsteigerung von sechs bis acht Prozent sowie eine Steigerung des Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf 125 bis 127 Millionen Euro.
2006 will die DOUGLAS-Gruppe weiter „wertorientiert wachsen und ihre Position als führende europäische Lifestyle-Gruppe im Handel ausbauen“. Dafür steht ein Gesamtinvestitionsvolumen im Konzern von 115 bis 125 Millionen Euro zur Verfügung: „Mit einer Eigenkapitalquote von rund 43 Prozent“, so Dr. Henning Kreke, „und unserer soliden Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sind wir in einer starken Position, um auch in Zukunft im In- und Ausland erfolgreich agieren zu können.“
Investitionsschwerpunkt bleiben die Douglas-Parfümerien, wo etwa 80 Millionen Euro in das weitere internationale und renditeorientierte Wachstum investiert werden. Europaweit sind rund 50 Neueröffnungen sowohl in den bestehenden Märkten in Westeuropa als auch in den neuen, rasch wachsenden Märkten Osteuropas geplant. Hier wächst Douglas insbesondere in Polen, Russland, Ungarn, Tschechien und der Slowakei und nimmt in allen Ländern eine marktführende Position ein. Mit der Eröffnung der ersten Parfümerie in der Türkei im Herzen von Istanbul wird Douglas ab dem Frühjahr 2006 in 18 Ländern präsent sein. In Südeuropa wird Douglas vor allem in Italien und Spanien die vorhandenen Wachstumspotenziale ausschöpfen, um die guten Marktpositionen zu festigen und auszubauen. Auf der iberischen Halbinsel hat Douglas die im Joint Venture-Vertrag festgeschriebene Kaufoption ausgeübt und wird die restlichen 50-Prozent-Anteile an der Douglas Spain S.A. sowie der Perfumeria Douglas Portugal Lda. von der spanischen Cortefiel-Gruppe übernehmen. In Frankreich werden im Laufe des ersten Halbjahres 2006 die 35 im vergangenen Jahr erworbenen Elytis-Parfümerien in Douglas umbenannt und somit in das Douglas-Filialnetz integriert. Auch im Heimatmarkt Deutschland, in dem bei aller internationalen Wachstumsdynamik immer noch rund 60 Prozent des gesamten Parfümerieumsatzes erzielt werden, wird 6 Douglas weiter wachsen. Hier soll die Zahl der Geschäfte innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahre auf rund 500 Douglas-Parfümerien wachsen. Im Fokus stehen hier auch Kleinund Mittelstädte. So hat Douglas zum 1. Januar beispielsweise einige kleinere Parfümerien in Cloppenburg, Dormagen, Eckernförde und Rendsburg übernommen. Hier handelt es sich um gut eingeführte Geschäfte, in denen sich die bisherigen Eigentümer aufgrund von Nachfolgeproblemen zum Verkauf an Douglas entschieden haben.
Im Buchbereich will die Thalia-Gruppe weiter wachsen mit dem Ziel, die Marktführerschaft im deutschsprachigen Raum nachhaltig und wertorientiert auszubauen. Wie groß das Wachstumspotenzial im Buchbereich ist, zeige die Tatsache, dass Thalia als Marktführer im deutschsprachigen Raum gerade einmal einen Marktanteil von rund 7 Prozent hat. Dieses Potenzial soll zum einen durch die Eröffnung eigener neuer Buchhandlungen ausgeschöpft werden. Darüber hinaus beinhaltet auch die Übernahme regional oder lokal führender Sortimentsbuchhändler weitere Wachstumschancen.
Dabei ist neben dem Preis auch entscheidend, dass sich das Partnerunternehmen mit dem Lifestyle-Anspruch der Thalia – Gruppe identifizieren kann. In Deutschland sind in diesem Geschäftsjahr etwa zehn Neueröffnungen und zahlreiche Modernisierungen geplant. Darüber hinaus hat Thalia – vorbehaltlich der Freigabe durch das Bundeskartellamt – zum 1. Januar 2006 die Gondrom-Gruppe übernommen. Gondrom betreibt derzeit 26 Buchhandlungen vornehmlich im süd- und ostdeutschen Raum und erzielt einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro.
Im Geschäftsbereich Schmuck liegt der Fokus im laufenden Geschäftsjahr klar auf dem Ausbau von Juwelier Christ. Ziel ist es, die marktführende Position in Deutschland weiter auszubauen und die Marke Christ als beliebtestes Fachgeschäft für schicken Schmuck und schöne Uhren in der mittleren bis gehobenen Preislage fest zu etablieren. Dazu sind etwa zehn Neueröffnungen sowie zahlreiche Modernisierungen bestehender Juwelier-Geschäfte geplant. Im Bereich Mode bleibt Appelrath-Cüpper als Anbieter gehobener Damenoberbekleidung weiter auf Expansionskurs. Für den Herbst sind zwei Neueröffnungen vorgesehen: in Berlin, in zentraler Lage in der Tauentzienstraße auf rund 4.000 Quadratmetern und in Hamburg auf rund 2.500 Quadratmetern im Alstertal-Einkaufszentrum, einem der umsatzstärksten ECECenter in Deutschland. Aber auch in die bestehenden Damen-Modehäuser von Appelrath- Cüpper wird investiert; so werden die beiden etablierten Häuser in Dortmund und Essen umgebaut und einen neuen, frischen Auftritt erhalten. 7 Beim Herrenausstatter Pohland wird die in 2005 begonnene Neuausrichtung des Unternehmens fortgesetzt. Die erfolgreichen Wiedereröffnungen in Dortmund und Köln ermutigen dazu, in dieser Richtung weiterzugehen und weitere Häuser nach diesem Muster umzubauen. Pohland soll sich an jedem Standort zu einer Top-Adresse im Bereich für Herrenmode etablieren. Auch der Süßwarenbereich wird nun wieder wachsen. Das Filialnetz in Deutschland wird weiter modernisiert und durch zahlreiche Neueröffnungen ertragsorientiert ausgebaut. Auch die im August in 2005 in Österreich gegründete Hussel Confiserie mit Sitz in Linz wird expandieren. Zu den vier bereits eröffneten Filialen sollen weitere Geschäfte hinzukommen.







