„Die großen Verlage investieren wieder stärker in Leipzig, aber noch mehr Zulauf hat die

Buchmesse bei den kleineren und mittleren Verlagen.“ Messedirektor Oliver Zille konnte heute in Berlin bei der traditionellen Pressekonferenz im Vorfeld der Leipziger Buchmesse eine Rekordbeteiligung vermelden: Rund 2.150 Aussteller aus 33 Ländern werden in Leipzig erwartet. Die Fläche hat sich um acht Prozent auf 53.000 Quadratmeter vergrößert. „Leipzig bietet schon seit Jahren das beste Forum für die junge deutschsprachige Literatur. In diesem Jahr setzen wir ganz besonders auf neue, innovative Veranstaltungsformen für junge Verlage und noch zu entdeckende Autoren.“
Ein Highlight des Programms ist denn auch die zweite „Lange Leipziger Lesenacht“ in der Moritzbastei, ein Forum für aufstrebende Schriftsteller und neue deutsche Literatur, bei dem gerade die kleinen und unabhängigen Verlage mit von der Partie sein werden (http://www.lange-leipziger-lesenacht.de/).
Erstmals versammeln sich in einer eigenen „Leseinsel junger Verlage“ elf Independent Verlage. Neben blumenbar, kookbooks, Matthes & Seitz Berlin, Schwartzkopff Buchwerke, Tisch 7, Ventil und dem Verbrecher Verlag sind Castrum Peregrini, Kato, Luftschacht und die Zeitschrift Jungle World bei dem Gemeinschaftsprojekt dabei. Hier werden unter anderem Alban Nikolai Herbst, Hans-Peter Kunisch und die soeben mit dem Peter-Huchel-Preis ausgezeichnete Lyrikerin Uljana Wolf erwartet. Am Freitagabend bitten die „Jungen Wilden” zur Party in die Cocktailbar „cortex”.
Und noch eine Premiere gibt es für junge Autoren in Leipzig: Die „Autorenwerkstatt Prosa” des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) stellt ihre Stipendiaten in Leipzig der Öffentlichkeit vor.
In dem Bereich Kinder/Jugend/Bildung und Comic kann die Buchmesse einen Ausstellerzuwachs von acht Prozent verbuchen. Mehr als 400 Aussteller speziell aus diesem Segment kommen nach Leipzig, um auf 15.000 Quadratmetern die jungen Leser zu begeistern. Leseförderung ist auf der Buchmesse ein wichtiges Thema. Im Bildungsbereich finden dazu rund 100 Veranstaltungen statt.
Das Lesefest „Leipzig liest“, seit 15 Jahren untrennbar mit der Messe verbunden, ist auch noch einmal gewachsen. Auf dem Programm stehen mehr als 1.800 Veranstaltungen in der ganzen Stadt.
Auch das beliebte Berliner Zimmer feiert in diesem Jahr sein 15jähriges Bestehen. Bei den Berliner Buchhändlern werde Leipzig immer beliebter, so Detlef Bluhm, der Geschäftsführer des Berliner Landesverbands. Zum Jubiläum kündigte er u.a. eine Neuauflage der ersten Podiumsdiskussion von 1992 an: „Kleine Verlage im großen Getöse.“ Auf dem Podium sitzen diesmal die Verleger: Anna Mandalka, Daniela Seel, Heinrich von Bereberg und Andres Rötzer.
Weitere Informationen zur Leipziger Buchmesse im aktuellen BuchMarkt-Heft und unter: http://www.leipziger-buchmesse.de