Neuigkeiten aus dem Hause BoD: Zur Leipziger Buchmesse wird Books on Demand
die Zusammenarbeit mit Vito von Eichborn, einem einer der ideenreichsten Köpfe der
Buchbranche, bekannt geben.
Der Gründer des Eichborn Verlags soll wird bei der Books on Demand GmbH ab sofort die Edition BoD herausgeben. Die Edition, die zur Leipziger Buchmesse ihr einjähriges Bestehen feiert, hat mit Büchern von Else Buschheuer, Peter Bohley oder Maja Langsdorff im Buchhandel bereits Anklang gefunden. Ein Potenzial, das Vito von Eichborn konsequent ausbauen will: schon im Frühjahr wird er mit drei Titeln starten.
Gereizt an der neuen Aufgabe hat ihn das verlegerische Konzept der Edition. Monatlich werden aus dem BoD-Programm herausragende Neuerscheinungen ausgewählt um damit exemplarisch zu zeigen, welche außergewöhnlichen und anspruchsvollen Publikationen sich unter den Titeln bei BoD finden. „Ich habe viele Manuskripte schweren Herzens abgelehnt, weil sie über die Schiene Vertreter-Presse-Buchhändler keine Chance hatten“, so Vito von Eichborn. „Bei BoD haben dieselben Autoren durchaus Chancen, ein gewisses Maß an Akzeptanz zu finden. Und sicher gibt es manche Perle darunter.“
Die Books on Demand GmbH hat bereits mehr als 14.000 Titel von über 4.500 Autoren veröffentlicht und hat sich als echte Alternative zu traditionellen Veröffentlichungswegen etablieren können. Die verlegerischen Chancen, die sich durch das BoD-Konzept eröffnen, möchte Eichborn nutzen: „Den Verlagen brechen die Auflagen durch Verdrängungswettbewerb zusammen. Da hat niemand mehr Mut zum Ungewöhnlichen, alle suchen nach derselben Mitte, die längst überbesetzt ist. Dabei waren die ungewöhnlichen und umstrittenen Inhalte immer die Wurzel künftiger Entwicklung. Das konsequent Eigenartige möchte ich helfen zu befördern.“
BoD-Geschäftsführer Dr. Pascal Zimmer über die Zusammenarbeit: „Es freut uns sehr, Vito von Eichborn als einen gleichermaßen innovativen wie erfahrenen Herausgeber für unsere Edition BoD gewinnen zu können, der gemeinsam mit uns das Potenzial der On-Demand-Buchproduktion nutzen wird.“ Vito von Eichborn ergänzt: „Die Welt der Bücher verändert sich radikaler, als es uns allen bewusst ist. Das einzige formal zukunftsweisende Konzept für unser Medium ist »Book on Demand«, weil es der zunehmend fraktionierten Gesellschaft adäquat ist. Ich freue mich, daran mitzuarbeiten, dass diese Form auch inhaltlich mehr wahrgenommen wird.“
Vito von Eichborn war in den 70ern Lektor bei S. Fischer. 1980 gründete er zusammen mit Dr. Matthias Kierzek in Frankfurt am Main den Eichborn Verlag. Dort erfand er „das Programm der Frechheiten“, u. a. mit dem Mega-Hit „Kleines Arschloch“. Dann war er der Verleger der „schönsten Buchreihe der Welt“ („Die ZEIT“), der „Anderen Bibliothek“. 1999 kaufte Vito von Eichborn für die Senator Entertainment AG den Europa-Verlag aus Berlin und verlegt den Sitz des Verlages nach Hamburg. Im Jahr 2005 verkaufte er seine Anteile.