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Bücher zählen hier noch was: „Gefühlter“ Messebericht aus der Sicht eines Ausstellers

Leipzig mal aus
anderer Sicht: Total entspannt!

Das war´s wieder für dieses Jahr, die Leipziger Buchmesse ist vorbei. Mit den Kräften vieler Kolleginnen und Kollegen sieht es ähnlich aus. Manche hatten sogar das Gefühl, einen achttägigen Marathon absolviert zu haben, sind sie doch direkt von der LitCologne nach Leipzig gekommen, die Nächte noch in den Knochen.

Für Kölner war es noch heftiger. Karneval, Lit, Leipzig. Da zweifelt man schon mal an der Wahrnehmung wenn füllige Elfen und martialische Schwertträger vorbei defilieren. Is schon

widder Karneval? Oder immer noch? Ne, Mangatime !

Vor lauter Drängelei am Stand steht man im Gang rum,…..wenn man kann und nicht von den Massen abgedrängt wird. Ein Besuch beim Stand gegenüber ist nur in den Morgen-oder Abendstunden problemlos.

Jedes Jahr fragen wir uns, ob der Stand nicht doch zu klein ist. Mit Blick auf die Kosten beantworten wir sie mit einem Achselzucken. Wir drängeln uns aneinander und vorbei, die Kollegen, die Autoren (und die, die gerne Autoren werden möchten), die Journalisten und Feuilletonisten, die Buchhändler groß und etwas kleiner und last but not least, die Buchkäufer (die sind ja auch da). Dann wird es auch schön warm in der guten Stube, anders als am Aufbautag, da fror man sich „den Arsch“ ab. Vielleicht kein Gas aus Russland angekommen.

Zu essen gab es am Stand wie immer nix, außer Keksen. Wird jedes Mal vergessen. Zu einem der Imbißkolchosen schafft man es irgendwie nicht und das ist aus kulinarischer Sicht auch nicht anzuraten.

Viele Autoren waren da in diesem Jahr. Irgendwer muss ja auch lesen bei den 1500 Veranstaltungen. Ob weniger nicht manchmal auch mehr wäre….? Leipzig ist ja nicht Buenos Aires und vierteilen kann sich auch der interessierte Leipziger nicht. Na, da wird es geteilte Meinungen geben.

Atmosphäre? Doll. Die meisten Menschen sind wirklich gerne da. Bücher zählen hier was. Kleinere Verlage gehen nicht so leicht unter. Es ist zwar wie schon erwähnt rappelvoll, dennoch irgendwie sehr entspannt. Ja das ist schon ein Unterschied zu F.a.M.

Auch, dass die Messe erst um 10.00 Uhr ihre Pforten öffnet. Eine wertvolle Stunde Schlaf gewonnen. Das macht nach meiner persönlichen Rechnung bei vier Messetagen einen Unterschied von 25% aus.

Die Nächte waren wieder kurz in Leipzig. Gegen alle guten Vorsätze. Die Sylvester Vorsätze habe ich schon abgeschafft…

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