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Nicolai: Beckett-Buchpräsentation auf Berliner Museumsinsel

Auf der Berliner Museumsinsel, dort wo sich der Dichter während seines sechswöchigen Berlin-Aufenthaltes im Winter 1936/37 beinahe täglich bei den alten Meistern aufhielt, stellte der Nicolai Verlag den Text-Bildband Becketts Berlin von Erika Tophoven vor.

Erika Tophoven und Hans von Trotha

Alles was Beckett damals auf seiner Deutschlandreise erlebte, hielt er in Tagebüchern fest. Tag für Tag kamen mehrere Seiten hinzu. Sechs Hefte waren es, die Becketts Neffe Edward nach dem Tod des Onkels in dessen Wohnung entdeckte. Erika Tophoven, die gemeinsam mit ihrem Mann Elmar über 30 Jahre lang das Werk Becketts ins Deutsche übersetzte, erhielt nun Zugang zu diesen bislang unveröffentlichten Aufzeichnungen.

Damit habe sie einen Schatz erschlossen, so Verleger Hans von Trotha, der der Autorin eine geniale Verbissenheit bei der Recherchearbeit bescheinigte. Mit den Tagebüchern, mit alten Stadtplänen und historischen Fotos folgt sie Becketts Spuren in Berlin und zeichnet so auch ein Bild der Stadt in der Zeit nach den Olympischen Spielen. Dennoch sei das Buch nicht nur für Berliner interessant, so Erika Tophoven. Es lade zugleich dazu ein, den jungen Beckett zu entdecken.

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