Die Zuwächse bei Amazon steigen weiter über alle Erwartungen.

Im abgelaufenen Quartal hat der Online-(Buch-)Händler rund ein Fünftel mehr umgesetzt als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. An der New Yorker Börse legte die Aktie gestern um fast zwei Prozent zu, wie die österreichische Presse berichtet.
Nach Informationen der Financial Times Deutschland (FTD) steht Amazon allerdings unter Druck. Denn die Konkurrenz von eBay und Google wiege zunehmend schwerer. Amazon muss investieren. „Wir haben eine digitale Strategie und ein Team, das sich speziell darum kümmert“, lässt sich Ralf Kleber, Geschäftsführer von amazon.de, in der FTD zitieren. Was dahinter steckt, wollte er nicht näher erläutern.
Erst kürzich hat die amerikanische Mutter ein neues Digitaltool angekündigt. Mit upgrade und pages will Amazon seine digitalen Buch-Angebote ausweiten. Das Angebot besteht aus zwei unterschiedliche Services. Upgrade meint, dass in Zukunft auch der Zugang zur digitalen Vollversion des gekauften Buches gleich mitgekauft werden kann, Pages, dass der Kunde den digitalen Zugang nur zu einzelnen Seiten kauft. Da dies alles auf auf dem bestehenden Tool Search Inside basiert, können die Investitionen nicht hoch sein. Deswegen gehen Spekulationen dahin, dass Amazon in das Musikgeschäft einsteigen will, kolportiert die FTD. Bekannt ist, dass Amazon investiert, um Web-Shops für andere Unternehmen anbieten zu können.
Die Nachrichtenagentur Reuters glaubt, dass das neue Programm Amazon Prime Geld schluckt. Durch das neue Programm erhalten die Kunden Lieferrabatte. Doch die Kunden scheinen das Angebot zu goutieren, wie Reuters in seiner Online-Ausgabe berichtet. Die Aktiengewinne hätten noch höher ausfallen können. Nach wie vor sei die Popularität ungebrochen. Nur noch eBay liegt vor dem Online-Händler, der mit Büchern begann, so Reuters.
Den Quartalszuwachs kennt Reuters auch in Zahlen: Von 1,9 auf 2,28 Milliarden Dollar stieg der Umsatz, Analysten hatten 2,23 Milliarden erwartet. Das bedeutet einen Reingewinn von 51 Mio. Dollar oder zwölf Cent pro Aktie für dieses Quartal. Am Ende des Jahres soll der Umsatzzuwachs bei 17% liegen, so die Nachrichtenagentur.