Über die Frage „Warum Bücher? – Verlegen heute“ diskutierten am 30. Mai zahlreiche

Gäste aus der Verlagswelt im Körberforum Kehrwieder 12. Auf Einladung von Groothuis, Lohfert & Consorten und der edition Körber-Stiftung waren Klaus Eck (Random House), Tanja Graf (SchirmerGraf), Dr. Gottfried Honnefelder (Berlin University Press und Vorsteher des Börsenvereins), Beate Kuckertz (DroemerKnaur), Susanne Kutz (edition Körber-Stiftung) und Michael Krüger (Hanser) in Hamburg zusammengekommen, um sich über Gegenwart und Zukunft des Mediums Buch auszutauschen.
Ein allzu weit gefasstes Thema, wie Gottfried Honnefelder als Gesprächsleiter gleich zu Beginn der Veranstaltung feststellte. Also drehte er den Spieß um und fragte die rund 150 Zuhörer im Saal: „Was möchten Sie denn von uns wissen?“ Das Publikum nutzte die Gelegenheit gern und fragte nach der Zukunft der Buchpreisbindung, nach der Machtverteilung zwischen Verlagen und Buchhandel und die steigende Bedeutung des Marketings, nach Kriterien der Titelauswahl und nach der Arbeit des Lektorats. Vor allem aber wollte es wissen: Was macht eigentlich ein gutes Buch aus?
Nicht bei allen Fragen waren sich die Verleger auf dem Podium – glücklicherweise – so einig wie bei dieser: Was ein gutes Buch ist, entscheiden letztlich die Leser, denn ein gutes Buch ist eins, das man zum richtigen Zeitpunkt findet, das intellektuell anregt, sinnliches Vergnügen und Glücksgefühle bereitet. Genau wie dieser Abend.