Jetzt mischt sich auch Frank Schirrmacher in die Handke-Debatte [mehr…] und watscht Düsseldorfs Oberbürgermeister Erwin ab: „Herr Erwin hat sich sein Interieur zwei Tage lang mit Handke und Heine tapeziert, dann kam die Kritik, und jetzt werden die Tapeten wieder abgeschabt.“ Was derzeit vor sich gehe sei eine „ultimative Form sozialer Demontage“, schreibt er. „Wer eigentlich kam auf die – mit Verlaub – schlichtweg törichte Idee, daß nach der Zuerkennung des Preises der Rat der Stadt, mithin die Politik, dies noch ‚bestätigen’ muß, mithin dem Jury-Votum noch ein politischer Prozeß folgt?“
Zwei Juroren haben inzwischen die Konsequenz aus der ganzen Affäre gezogen: Sigrid Löffler und Jean-Pierre Lefèbvre haben die Jury des Heine-Preises verlassen; sie fühlen sich brüskiert. Offen ist zudem, ob Handke den Preis nicht doch noch erhält: Der Stadtrat brauche eine Besinnungspause, heißt es.
Die ganze Debatte auf FAZ.Net hier