Der Historiker Dan Diner erhält den Ernst-Bloch-Preis 2006 der Stadt Ludwigshafen am

Rhein. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird am 25. November 2006, um 17 Uhr, in einem Festakt überreicht. Der Ernst-Bloch-Förderpreis wird der Journalistin Carolin Emcke verliehen.
In der Begründung der Jury, der Dr. Beat Dietschy, Thea Dorn und Dr. Thomas Steinfeld (Süddeutsche Zeitung) angehören, heißt es: „In einer Zeit, in der Ressentiments auch zwischen den Völkern und Kulturen wachsen, in der das Vorurteil zur Waffe wird und Hoffnung allenfalls das Verschwinden der Feinde bedeutet, erhebt der Historiker Dan Diner eine Stimme des Verstehens und der Vernunft. Er wägt die Argumente, prüft die Vorurteile und lässt im Wissen voneinander die Möglichkeit einer besseren Welt aufscheinen.“
Prof. Dr. Dan Diner wurde 1946 geboren. Er ist Professor für Neuere Geschichte an der Hebrew University, Jerusalem und Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig. Der Autor zahlreicher Werke zur politischen Geschichte des 20. Jahrhunderts, zur Geschichte des Nahen Ostens und zur jüdischen Geschichte veröffentlichte zuletzt sein Buch „Versiegelte Zeit. Über den Stillstand in der islamischen Welt“ im Propyläen Verlag.
Der Ernst-Bloch-Preis wurde zum 100. Geburtstag Ernst Blochs im Jahre 1985 gestiftet und wird im dreijährigen Turnus vergeben. Mit 10.000 Euro ist der Hauptpreis dotiert, der Förderpreis mit 2.500 Euro.







