Das 3. Frankfurter Literaturfestival LiteraTurm ist am Sonntagabend mit einer Indischen Nacht im Mousonturm vor ausverkauftem Haus zu Ende gegangen. An vier Tagen präsentierten und diskutierten 80 Schriftsteller, Philosophen und Wissenschaftler ihre Sichtweisen des übergreifenden Themas „Die Poesie des Wissens“. Rund 10.000 Besucher nutzten die Gelegenheit, bei den Veranstaltungen die Frankfurter Hochhauslandschaft aus ungewöhnlicher und normaler-weise unzugänglicher Perspektive zu erleben.
„Unser Konzept, eine Vielzahl von hochwertigen Veranstaltungen an originellen Orten anzubie-ten, hat sich auch in diesem Jahr wieder bewährt“, sagte Dr. Klaus Klemp, Leiter der Kulturabteilung des Frankfurter Amts für Wissenschaft und Kunst, der die Gesamtleitung des Projekts hatte. Mit der Themenwahl griffen die Verantwortlichen eine der wichtigsten Strömungen der Gegenwartsliteratur auf: „Die Literatur setzt sich äußerst intensiv mit Strukturen, Inhalten und Folgen wissenschaftlicher Prozesse auseinander“, sagte Klemp. Was in Laboratorien, Sektionssälen oder Archiven erforscht und entdeckt wird, regt die literarische Einbildungskraft an – von der Astrophysik bis zur Zellforschung reichte bei diesem Festival das Spektrum, das diskutiert wurde.
„LiteraTurm“, das von der Stadt Frankfurt getragen und von zahlreichen Sponsoren unterstützt wird, findet im zweijährigen Turnus statt. Die nächste Auflage ist für den Frühherbst 2008 vorgesehen.