In der Pressemitteilung zum Verkauf des eigenen Buchhandelsunternehmens Conlibro hat die Wissenschaftliche Buchgesellschaft (WBG) angedeutet, weitere Verlage kaufen zu wollen. Buchmarkt.de hat bei Andreas Auth, Geschäftsführer der WBG nachgefragt, was dahinter steckt.

buchmarkt.de: Warum haben Sie Conlibro verkauft und was wollen Sie mit dem Geld machen? Lief das Versandgeschäft so schlecht?
Auth: Eigentlich nicht. Aber der Markt wird immer schwieriger. Conlibro war in dem Bereich Modernes Antiquariat tätig, da hat die Konzentration stark zugenommen und die Erlöse waren rückläufig. Wir wollen deshalb das Segment verlassen und uns noch stärker auf die verlegerische Tätigkeit konzentrieren. Wir investieren in das Programm der WBG und ihrer Tochterverlage. Dort haben wir in allen Bereichen Umsatzzuwächse zu verzeichnen.
Vor einem guten Jahr haben Sie den Philipp von Zabern Verlag gekauft, wollen Sie weitere Verlage kaufen, stehen Sie vor einem Abschluss?
Wir sind daran interessiert weitere programmatisch passende Verlage im geisteswissenschaftlichen Bereich zu integrieren. Wir können uns z.B. vorstellen ergänzende Angebote wie die Philosophie, Theologie und Germanistik und alles, was in dieses Umfeld passt, aufzunehmen. Aber wir stehen noch vor keinem unmittelbaren Abschluss.
Sie wollen eng mit Minerva zusammenarbeiten, wechseln Sie auch Ihre Auslieferung?
Nein. Die Mitglieder der WBG werden weiterhin über unsere hauseigene Auslieferung betreut und die Verlagsaktivitäten über KNV. Das bleibt auch so.