Der Bibliothekar und Autor Paul Raabe erhält die diesjährige Karl Preusker Medaille der Deutschen Literaturkonferenz als Würdigung seines Lebenswerkes.
Raabe (übrigens der Bruder von Arche-Verlegerin Elisabeth Raabe, bei der er auch publiziert, u.v.a „Spaziergänge durch Goethes Weimar“) habe sich seit 60 Jahren in und für Bibliotheken engagiert. Der undotierte Preis wird am 24. Oktober am «Tag der Bibliotheken» in der Landesbibliothek Oldenburg überreicht.
Raabe leitete von 1958 bis 1968 die Bibliothek des Deutschen Literaturarchivs in Marbach (Baden-Württemberg). Von 1968 bis zur seiner Pensionierung 1992 war er Direktor der Herzog August Bibliothek im niedersächsischen Wolfenbüttel. Anschließend widmete er sich bis zum Jahr 2000 den Fränkischen Stiftungen in Halle/Saale.
Die Auszeichnung wird seit 1995 alljährlich vergeben und ist dem Andenken an Karl Benjamin Preusker (1786-1871) gewidmet, dem Vorkämpfer der Volksbüchereibewegung. Er eröffnet 1928 in Großenhain in Sachsen die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland. Mit der Verleihung würdigt die Deutsche Literaturkonferenz Menschen oder Institutionen, die auf dem Gebiet der Literatur, des Verlagswesen, des Buchhandels, der öffentlichen Bibliotheken oder der Kulturpolitik tätig sind.