Es hat sich herumgesprochen: In der Berliner Suhrkamp-Repräsentanz erwarten die Besucher anregende Gespräche. Dieses Mal hatte Thomas Sparr, neuer stellvertretender Verlagsleiter, zu einer Sonntagsmatinee in die repräsentativen Räume in der Fasanenstraße geladen und alle kamen.

Buchhändler und Journalisten, Autoren und Verleger waren neugierig auf Peter Sloterdijk und seinen Essay Zorn und Zeit. Philosophische Titel schafften es nur selten in die Bestsellerlisten, so Sparr, der die Berliner Dependance leitet. Peter Sloterdijk sei dies geglückt.
„Zorn und Zeit“ stehe in der Tradition der ganz großen Bücher über die Leidenschaften der Seele, lobte der Schweizer Philosoph und Publizist Iso Camartin im Gespräch mit Sloterdijk. Es sei zwar an Philosophen gerichtet, werde aber sicher auch den Zorn oder die Begeisterung von Theologen erregen und bei Ökonomen, Psychologen und Historikern Interesse finden. Die Zuhörer jedenfalls waren begeistert und vertieften die Gespräche über Homer, Eros, Thymos und die Gegenwartsdiagnostik beim anschließenden Empfang. Die Buchhändler unter ihnen berichteten übrigens von guten Verkaufszahlen.